So wenige Verkehrstote wie nie Auch die Zahl der Unfälle ging 2020 zurück / Negativ: E-Bike-Crashs

Aktualisiert vor 2 Monaten von Nadja Pohr

Regensburg – Auf den Straßen der Oberpfalz unterwegs zu sein, wird immer sicherer. Zum vierten Mal in Folge verzeichnet die Polizei einen Tiefstand bei den Verkehrstoten. Auch Corona trug wesentlich zu der positiven Entwicklung 2020 bei. Ein immer größeres Problem wird der Mega-Trend E-Bike-Fahren.

Von Nadja Pohr

2020 passierten mit 31.386 deutlich weniger Verkehrsunfälle als im Jahr zuvor (37.616). Zu verdanken ist dies der Corona-Pandemie. Kein erhöhtes Parkaufkommen, fast keine Fahrten zur Schule oder Arbeit… „Weil weniger Fahrzeuge unterwegs waren, kam es zu weniger Komplexität im Verkehr, was zu einer Senkung der Unfallrate führte“, erklärte Andreas Schieder, Vorsitzender des Polizeirats, bei der Präsentation des Oberpfälzer Verkehrslagebilds 2020. Die 47 Menschen, die bei einem Unfall verunglückten, stellten den geringsten Wert im Zehn-Jahres -Vergleich dar. Weniger zufriedenstellend seien die Zahlen der Unfälle durch Alkohol- oder Drogeneinfluss: Täglich passierte ein Unfall unter Alkohol-einfluss!

Mehr Unfälle mit E-Bikes

Ausgehend von den Zahlen aus dem Vorjahr setzt sich die Polizei der Oberpfalz für 2021 verschiedene Schwerpunkte, bei denen noch großer Handlungsbedarf besteht.
Im Bereich des Fahrradverkehrs stiegen die Unfälle um 2,6 Prozent. Bei den Unfällen mit E-Bikes sogar um 44,2 Prozent. „Während des Lockdowns stiegen viele auf E-Bikes um, dies führte zu einem starken Anstieg“, sagte Schieder. Aus diesem Grund wird es künftig vermehrt Kontrollen geben.
Einen weiteren Schwerpunkt stellen Biker dar. „2020 gab es 15 tödliche Unfälle. In elf Fällen waren die Motorradfahrer selbst schuld“, erklärte Polizeipräsident Thomas Schöniger. Auch Biker müssten deshalb in Zukunft vermehrt mit Kontrollen rechnen.
Mehr Aufmerksamkeit werde man ebenso den Landstraßen schenken, denn jeder dritte der 35 Verkehrstoten starb wegen zu hoher Geschwindigkeit.

Keine Angst vor Anruf

„Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt“, betont Polizeipräsident Schöniger und stellt klar. „Ein Zettel am Auto reicht nicht. Rufen Sie die Polizei an, auch wenn Sie nur einen Unfall beobachtet haben. Haben Sie keine Angst vor einem Anruf.“ Bei der Unfallflucht sei man vor allem auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. „Auch wenn sich ein Hinweis nicht als hilfreich herausstellt, ist das nicht schlimm. Wir sind dankbar für jede Mithilfe“, so Schöniger.

Tödlicher Verkehrsunfall bei Regensburg

Nadja Pohr

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