Viele Glätteunfälle in Bayern DWD erwartet weiteren Schnee

Aktualisiert vor 1 Monat von Nadja Pohr

München (dpa/lby) – Geparkte Autos versinken unter einer dicken weißen Decke. Steine in einem Fluss sind malerisch in Schnee getaucht: Diese Bilder boten sich am Montagmorgen in Garmisch-Partenkirchen am oberbayerischen Alpenrand. Gerade die höher gelegenen Regionen im Freistaat sind derzeit völlig eingeschneit.

Andererseits machen Schnee und Eisglätte das Autofahren vor allem im Süden Bayerns zur Rutschpartie mit vielen Unfällen. Die Polizei im oberbayerischen Fürstenfeldbruck registrierte am Sonntag insgesamt 17 Unfälle mit acht Leicht- und einem Schwerverletzten.

Besonders betroffen war die Autobahn 8, wo sich zwischen den Anschlussstellen Odelzhausen und Sulzemoos (Landkreis Dachau) am Sonntag vier Unfälle ereigneten. Einen Schwerverletzten gab es in der Nacht auf Montag am Dreieck Eschenried (Landkreis Dachau). Ein Sattelzug war in den Fahrbahnteiler gekracht – die Zugmaschine stellte sich quer zur Fahrbahn. Zur Bergung des Mannes waren die A8 in Richtung München und die A99 in Richtung Salzburg stundenlang gesperrt.

Zuvor hatte eine Fahrerin auf der matschigen Fahrbahn die Kontrolle über ihren Wagen verloren und schleuderte über die Spuren. Ein herannahender Fahrer konnte nicht ausweichen und kollidierte mit dem Wagen der Frau. Beide wurden leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Auf einer Bundesstraße in der Gemeinde Hohenkammer (Landkreis Freising) kam nach Polizeiangaben vom Montag ein 36 Jahre alter Autofahrer in einer Rechtskurve von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Er kam am Samstag verletzt ins Krankenhaus.

Im schwäbischen Hohenaltheim (Landkreis Donau-Ries) stürzte eine 24-Jährige mit ihrem Auto von einer schneeglatten Kreisstraße in einen etwa drei Meter tiefen Straßengraben, wie die Polizei am Montag mitteilte. Dabei erlitt die Fahrerin am Sonntag mehrere Prellungen sowie ein Halswirbelsäulenschleudertrauma. Sie musste ebenfalls in eine Klinik gebracht werden.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet für Bayern in der Nacht auf Dienstag weitere Schneefälle von Nordwesten her. «Ab dem späten Vormittag gehen diese dann in Regen über», prognostiziert ein DWD-Sprecher. Dies könne ab Dienstagnachmittag erneut zu überfrierender Nässe und Glatteis führen, vor allem an der Donau, den östlichen Mittelgebirgen und dem Bayerischen Wald.

Ansonsten rechnen die Meteorologen am Dienstag mit etwas milderen Temperaturen. In Mainfranken könnten diese auf bis zu plus sechs Grad steigen, sagt der Sprecher des DWD. Am kältesten werde mit bis zu minus acht Grad in den Alpen bleiben.

Schnee und glatte Straßen führen zu Unfällen

Nadja Pohr

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