Europaabgeordneter Ismail Ertug triff sich mit Sportjugend Zwei ganz wichtige Themen bewegen derzeit Ismail Ertug

Aktualisiert vor 2 Wochen von Daniel Popp

Zwei ganz wichtige Themen bewegen derzeit Ismail Ertug (SPD). Im digitalen Gespräch mit der Sportjugend Regensburg (BSJ) lobt der Oberpfälzer Europaabgeordnete den ehrenamtlichen Einsatz der vielen Freiwilligen. “Sport bringt viele Jugendliche von der schiefen Bahn ab“, so Ertug, der früher selbst im Verein Fußball gespielt hat.

Man müsse gemeinsam den Populismus zurückdrängen – in Europa und der Welt. Grundlage unseres Wohlstandes seien Demokratie, gemeinsame Werte, Know-How und gute Ausbildung. Eine weitere, große Herausforderung sei die Rettung unseres Planeten. In der Diskussion ergaben sich hier gemeinsame Ansätze für Sport und Politik. Die Förderung von umweltfreundlicher Mobilität mit Bahn oder Fahrrad liegen der BSJ genauso am Herzen, wie praktische Projekte der Sportjugend im Bereich des Müllsammelns. „Im Sommer planen wir eine viertägige Bildungsfahrt zum Thema Naturschutz in die Jugendherberge Lenggries“, so Beisitzer Benedikt Scheuerer.

Philipp Seitz (Stadtjugendring) bat Ertug, sich für bezuschusste Informationsfahrten nach Brüssel einzusetzen. „Jugendliche sollen vor Ort Europa erleben dürfen“, so Seitz. Der Abgeordnete wird die vom gesamten BSJ-Team unterstützte Anregung aufgreifen und prüfen lassen. Jugendsprecherin Sarah Gibis (BSJ) betonte die Wichtigkeit internationaler Jugendarbeit.

Mit der Kritik an der Impfstoffbestellung sprach Vorsitzender Detlef Staude ein heikles Thema an. Ertug verteidigte zunächst, dass die EU und nicht etwa Einzelstaaten Impfstoff bestellt habe. Allerdings sei nicht das EU-Parlament für die Bestellung verantwortlich gewesen, sondern die Kommission. Und bei der Bestellung hätten zudem viele Mitgliedsstaaten Einwände und Forderungen angebracht. Ertug nannte hier einige osteuropäische Länder oder Frankreich.

Weitere Themen der Sportjugend sind neben Europa noch die Stärkung des Ehrenamts, außerschulische Jugend- und Mitarbeiterbildung und aktuell Corona. „Wir verstehen uns auch als Lobby für die vielen Kinder und Jugendlichen, die derzeit keinen Sport in Vereinen betreiben dürfen“, so Detlef Staude. Denn seit Monaten könnten Sportvereine nicht wie gewohnt Ihre Angebote zur Verfügung stellen. „Der Sportverein als ein zentraler Ort der sozialen Begegnung fällt damit leider aus. Kinder lernen aber nicht nur in der Schule!“ Die Forderung der BSJ sei daher, zumindest kontaktloses Training im Freien und in festen Gruppen so schnell wie möglich zu erlauben. Aktuelle Forschungsergebnisse hätten gezeigt, dass die Ansteckungsgefahr beim Sport im Freien fast gleich Null sei.

Europa-Abgeordneter Ertug bei den Privaten Schulen Breitschaft

Detlef Staude

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