Sportjugend Regensburg fordert schrittweise Lockerungen im Vereinssport Angebote der Sportjugend in Corona-Zeiten

Aktualisiert vor 3 Wochen von Daniel Popp

Kinder und Jugendliche wollen gemeinsam Lernen, Spielen, Sport in der Schule, der Freizeit oder im Verein treiben. Bewegung und soziale Kontakte sind für Kinder und Jugendliche sehr wichtig für Ihre weitere Entwicklung.

Der Vorstand der Sportjugend Regensburg beschäftigte sich in einer Sitzung mit der Thematik des „Kindersports in den Vereinen“ und richtet nun einen Appell an die Politik. „Wir brauchen im Bereich des Kinder- und Jugendsports deutliche Verbesserungen bei der aktuellen Corona-Politik.“

“Ähnlich wie bei Grundschulen soll auch der Lock-Down beim Kinder- und Jugendsport schnell auf den Prüfstand”, meint der Vorsitzende Detlef Staude. So könne man beispielsweise im ersten Schritt kontaktloses Vereinstraining für Kinder und Jugendliche im Freien und in kleineren Gruppen wieder ermöglichen. Sportvereine haben im Frühjahr gezeigt, wie Hygienekonzepte erstellt und umgesetzt werden können.

„Jugendliche“ seien übrigens mehr als nur „Schüler“. Auch außerschulische Bildung, die durch Jugendarbeit vermittelt wird, sei elementar, ergänzen die Jugendsprecher_innen der Sportjugend. Hier brauche es ein Umdenken der Politik.

Internationale Begegnung im Sport wieder ermöglichen

Ein weiteres Anliegen der Sportjugend ist es, bei der Entwicklung von Impfstoffen auch an Kinder und Jugendliche zu denken. Der Impfstoff ist bisher nur für Personen ab 16 Jahre zugelassen. Hier gibt es zwar erste, positive Signale aus der Politik. Gerade für Kinder und Jugendliche ist Kontakt wichtig, sei es in der Familie, in der Schule, beim Spielen oder auch im Sportverein oder der Freizeit. Auch Kinder sollten möglichst bald in den Genuss einer Kindheit ohne Maske und Abstandsgebot bekommen. Die Impfungen könnten schnell und direkt in Kindergärten und Schulen vorgenommen werden. Auch dies wäre ein großer Schritt, um auch im Jugendsport zur Normalität zurückzukommen. „Wir haben hier auch Fahrten, Zeltlager oder internationale Jugendbegegnungen im Blick“.

“Bei größeren Maßnahmen halten wir kostenlose Schnelltests auch für eine Möglichkeit, Jugendgruppen beispielsweise vor einer Fahrt komplett zu testen”, ergänzte Philipp Seitz, Vorsitzender des Stadtjugendrings.
Wünschenswert wären schnellstmögliche Studien und daraus resultierende Strategien, um auch Jugendarbeit soweit vertretbar öffnen zu können. Und auch Verbesserungen bei der Freistellung für Gruppenleiter wären wichtig, um vielleicht schon im Sommer Kindern wieder oder erstmals Gemeinschaftserlebnisse bei einer Jugendfahrt zu ermöglichen.

Die gemeinsame Bestellung des Impfstoffes über die europäische Union war richtig. Beim Bestellen des Impfstoffes sind aber offenbar gravierende und irreparable Fehler passiert. Somit sind die noch im Dezember eingerichteten Impfzentren phasenweise im Leerlauf oder laufen auf sehr geringer Auslastung. Wir appellieren nun an die Politik, dass wenigstens die Logistik beim Impfen reibungslos funktioniert, wenn genügend oder sogar sehr viel Impfstoff vorhanden ist. Das Schlimmste, was passieren kann, wäre es, wenn Impfstoff zwar da ist, dieser aber wegen logistischer Probleme nicht zügig verimpft werden kann.
Weitere Impfzentren müssten dezentral errichtet werden und Hausärzte, aber auch notfalls andere Ärzte rechtzeitig eingebunden werden. Die sicher notwendige Bürokratie für das Impfen sollte abgebaut und auch schon vor dem eigentlichen Impftermin abgewickelt werden.

Angebote der Sportjugend in Corona-Zeiten

Die BSJ-Regensburg bietet derzeit mehrere Web-Seminare zur Aus- und Fortbildung von Übungs- und Jugendleitern an. Gestartet wurde auch eine Aktion „Bewegungsideen im Winter“ in sozialen Medien, die Jugendsprecherin Sarah Gibis medial begleitet. Veröffentlicht wurde eine Broschüre zum Thema „Jugendsprecher“. Veronika und Anna Kolb, Lukas Seitz und die stellvertretende Vorsitzende Patricia Schönberger planen hierzu Informationsveranstaltungen. Start ist am 11. März um 19:00 Uhr als Online-Workshop.
Schließlich beschäftigt sich die BSJ mit dem Thema „Europa – Digitalisierung und Nachhaltigkeit“. Dazu wird eine Arbeitshilfe für Interessierte erarbeitet.

Foto: Detlef Staude – Mal wieder fortfahren – ein großer Wunsch der Sportjugend. Die Bilder sind vor Corona.

 

Detlef Staude

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