Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagt Corona den Kampf an Der Freistaat lässt seine Muskeln spielen: Bis zu 30.000 kostenlose Tests pro Tag!

Aktualisiert vor 5 Monaten von Mario Hahn

Regensburg – Während andere nur reden, schafft Ministerpräsident Markus Söder Fakten: Als erstes Bundesland hat Bayern kostenlose Corona-Tests für jedermann eingeführt. Das könnte helfen, einen Ausbruch wie beispielsweise bei Gütersloh in NRW zu vermeiden.

Von Mario Hahn

Mit oder ohne Symptome – in Bayern können sich seit Mittwoch alle im Freistaat gemeldeten Bürgerinnen und Bürger auf das Coronavirus testen lassen.

Welche Voraussetzungen gibt es für den Test?
Keine, das heißt. man muss sich nicht krank fühlen.
Wie oft darf ich mich testen lassen?
Bei dem freiwilligen Test gibt es keine maximale Anzahl pro Person.
Wo kann ich mich testen lassen?
Den Test führen Vertragsärzte durch (informieren Sie sich bei Ihrem Hausarzt).
Muss ich den Test selbst bezahlen?
Die Kosten von jeweils 50 Euro pro Test und Laborauswertung trägt der Freistaat, wenn nicht bereits die Krankenkassen dafür einstehen.
Wie funktioniert der Test?
Es handelt sich um einen sog. PCR-Test, mit dem das Erbgut des Coronavirus nachgewiesen werden kann. Diese Methode basiert auf einem Nasen-Rachen-Abstrich. Im Labor werden die Proben mithilfe molekularer Tests, sogenannter „Real-time Reverse Transkriptase Polymerase-Kettenreaktionen“ (RT-PCR), untersucht. 

Während andere Bundesländer über mögliche weitere Corona-Wellen nur diskutieren, hat Ministerpräsident Markus Söder Fakten geschaffen. Im Tagesspiegel sagte er: „Wir in Bayern wollen die Virustestkapazitäten deutlich hochfahren. Wir machen das Stück für Stück. Wir wollen sogar bis zu 30.000 Tests pro Tag anbieten – damit verdreifachen wir die Kapazitäten seit Ende März.“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder

„Testen ist die Grundvoraussetzung für alles: um zu wissen, wer ist infiziert, um Infektionsketten zu ermitteln, diese dann auch letztlich zu verfolgen und brechen zu können.“

Neben den Tests für jeden Bürger erhalten besonders Erzieher und Lehrer die Möglichkeit, an Reihentestungen teilzunehmen. Priorität haben aber weiter die Tests von Verdachtsfällen und Kontaktpersonen von Infizierten.
Auch wer in gefährdeten Bereichen arbeitet, wie Pfleger, Ärzte oder Polizisten, soll öfter getestet werden. Zudem soll es „anlassbezogene“ Prüfungen, z. B. in der Landwirtschaft oder der Fleischindustrie, geben.

 

 

Corona Update in Bayern:

■ Maskenpflicht bei Kulturveranstaltungen: In Kinos, Theatern und Konzerten kann ab sofort der Mund-Nasen-Schutz am Platz abgelegt werden. Beim Betreten der Kultureinrichtungen und z.B. im Bereich der Garderoben muss die Schutzmaske weiterhin getragen werden.

■ Mit 30 Mio. Euro will der Freistaat Clubs, Theatern, Kabarett- und Konzertbühnen sowie anderen Spielstätten durch die Krise helfen. Weitere 10 Mio. Euro sind für Blaskapellen und andere gemeinnützige Laienmusik gedacht, die einem der 22 Dachverbände der Laienmusik in Bayern angehören.

■ Die Kontaktbeschränkungen  werden  bis zum 19. Juli verlängert.

■ Die Zahl der Arbeitslosen ist in Bayern wegen der Corona-Krise erneut gestiegen. Im Juni waren rund 293.800 Menschen ohne Job gemeldet – das sind 1,1 Prozent mehr als im Mai. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das ein Anstieg von 48,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Juni um 0,1 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent.

■ In Bayern sind mittlerweile 48.494 Menschen positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind (Stand 2. Juli) 2.594 Menschen.  Die geschätzte Zahl der Genesenen lag laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Donnerstag (2. Juli) bei 45.210 Menschen.

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

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