Kann ich die FFP2-Schutzmasken wiederverwenden? Blizz erklärt, auf was Sie achten müssen

Die Aufnahme zeigt eine FFP2-Maske. Foto: Daniel Karmann/dpa/Illustration

Regensburg – Die FFP2-Masken schützen uns zum einen vor Partikeln, Tröpfchen und Aerosolen und sind zum anderen durch ihre Filterleistung von 94 Prozent auch gegenüber unseren Mitmenschen sicherer als Community-Masken. Normalerweise sind diese Masken nicht zur Wiederverwendung vorgesehen, jedoch können sie unter bestimmten Umständen mehrfach getragen werden. Blizz-Reporterin Nadja Pohr verrät, wie.

Welche Möglichkeiten zur Wiederverwendung gibt es?

Das Bundesinstitut für Arzneimittel- und Medizinprodukte (BfArM) hat ein Forschungsprojekt an der Fachhochschule Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität in Auftrag gegeben, um die sichersten Möglichkeiten einer Wiederverwendung zu erforschen, und empfiehlt diese zwei Optionen:

■ Sieben Tage trocknen bei Raumluft: Wenn Sie für jeden Wochentag eine Maske besitzen, können Sie diese einfach auf einer Wäscheleine mit genügend Abstand zueinander spannen und jeweils für sieben Tage trocknen lassen.

■ Trocknen im Ofen bei 80°C Ober- und Unterhitze: Maske für eine Stunde in den vorgeheizten Ofen legen, im Anschluss außerhalb des Ofens abkühlen lassen. Tipp: Zur Temperatureinstellung Braten- bzw. Backofenthermometer verwenden, bei zu hoher Hitze können die Masken beschädigt werden. Auf diese Art kann die FFP2-Maske bis zu fünf Mal aufbereitet werden.

Warum die FFP2-Maske nicht auf die Heizung legen?

Diese Methode wird vom BfArM nicht empfohlen, da sich durch die warme Heizungsluft die Viren verteilen oder vermehren können. Außerdem sollte die Maske nicht in die Mikrowelle gelegt oder in der Waschmaschine gewaschen werden. Hierbei kann die Filterleistung beschädigt oder beeinflusst werden.

Gibt es Alternativen?

Neben FFP2-Masken eignen sich auch KN95- und N95-Masken, da sie vergleichbare Schutzwirkungen haben und deshalb ebenso zulässig sind. FFP2-Schutzmasken mit Ventil sollten nicht verwendet werden, da sie keinen Fremdschutz bieten.

Darauf müssen Sie beim Kauf achten!

Der TÜV-Verband empfiehlt beim Kauf einer FFP2-Maske auf folgende Merkmale zu achten:

■ Mit dem CE-Kennzeichen erklären die Hersteller, dass die Maske alle rechtlichen Anforderungen in der EU erfüllt.

■ Die darauffolgende vierstellige Nummer gibt Rückschluss auf das Prüfinstitut, das die Zertifizierung durchgeführt hat, z. B 1008 für TÜV Rheinland

■ Die Schutzklasse (FFP2) benennt die Filterleistung: bei FFP2-Masken min. 94 Prozent für Aerosole

■ Die Europäische Norm DIN EN 149 wird mit Jahresangaben versehen. Für DIN EN 149 mit 2009-08 oder auch als EN 149:2001+A1:2009

■ Zudem sollte auf der Maske ein Herstellername oder eine Marke abgedruckt sein. Die Herstellerangabe mit der Anschrift sollte auch auf der Verpackung abgebildet sein

■ Beigefügte Herstellerbescheinigungen und Abbildungen von Zertifikaten sollen bereits auf den ersten Blick vertrauenswürdig und schlüssig sein

■ Das Haltbarkeitsdatum garantiert, bis wann die Filterleistung mindestens wirkt.

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