#maskeauf: Behelfs-Mund-Nasen-Schutz selbst nähen Näh- und Pflegeanleitung für wiederverwendbaren Mundschutz

Weltweit steigt die Zahl der Krankheitsfälle durch das Coronavirus. Um sich vor einer Ansteckung zu schützen, sind insbesondere eine gute Händehygiene, die Einhaltung der Husten- und Nies-Etikette sowie das Einhalten von 1 bis 2 Metern Abstand zu anderen Personen wichtig. Grundsätzlich sollten soziale Kontakte auch im Interesse der eigenen Gesundheit weitestgehend eingeschränkt werden.

schutzmaske corona Das Tragen eines sogenannten Behelf-Mund-Nasen-Schutzes (BMNS) kann das Risiko der Übertragung des Coronavirus reduzieren. Ein BMNS verhindert die Verteilung von Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen. Ab Montag, 27. April, ist das Tragen von Masken beim Einkaufen und in öffneltichen Verkehrsmitteln in Bayern Pflicht.

Da Mund-Nasen-Schutz derzeit nicht flächendeckend erhältlich ist und sehr einfach selbst eine Alternative hergestellt werden kann, stellen wir hier einige Anleitungen vor:

    Um den Mund-Nasen-Schutz selbst herzustellen, benötigen Bürgerinnen und Bürger kochfeste Baumwolle und einen biegsamen Draht sowie eine Nähmaschine, eine Schere und ein Bügeleisen. Der Mundschutz ist wiederverwendbar und muss dementsprechend nach der Nutzung gewaschen und getrocknet werden. Dieser Behelf-Mund-Nasen-Schutz entspricht nicht dem genormten Mund-Nasen-Schutz, kann aber eine hilfreiche Alternative sein, wenn es im Handel zu Lieferengpässen kommt.
  • nähmaschine maske corona selbst nähenEine DIY-Anleitung als >> Video-Tutorial hat auch das Team von Bayern 1 geteilt. Darin wird erklärt, wie man Schritt für Schritt zum selbstgenähten Mundschutz kommt.
  • Unter dem Hashtag #maskeauf werden vor allem in den sozialen Medien (z.B. Instagram) Beiträge gesammelt. Prominente wie Jan Böhmermann, Lena Meyer-Landrut, Lena Gerecke, Anne Will, Eckart von Hirschhausen oder Cem Özdemir werben für das Tragen von Schutzmasken. Auf der Seite www.maskeauf.de finden sich Anleitungen, mit denen aus unterschiedlichen Materialien (T-Shirt oder Kissenbezug, Geschirrtuch, Schal oder Staubsaugerbeutel) Masken selbst hergestellt werden können. Auch hilfreich sind die FAQs, wo u.a. Fragen beantwortet werden wie “Was sage ich, wenn mich jemand komisch anschaut oder sogar anspricht?”

Wie verwendet man die Alltags-Maske richtig?

Wenn man die Maske anzieht, sollte man darauf achten, dass die Innenseite nicht berührt oder verunreinigt wird. Vor dem Anlegen der Maske sollte man sich also die Hände gründlich mit Seife waschen. Die Maske muss Mund, Nase und Wangen bedecken und an den Rändern möglichst bündig anliegen. Sie muss gewechselt werden, sobald sie z.B. durch den Atem oder Schweiß feucht geworden ist.

Während man die Maske trägt, sollte man nicht daran herumnesteln und die Hände – wie auch ohne Maske – nicht ins Gesicht bringen. Länger als drei bis vier Stunden sollte man eine Maske nicht tragen. Danach sollte man sie durch eine frische ersetzen. Beim Ablegen sollte man die Außenseite nicht berühren, da sich dort Erreger befinden könnten.

Masken regelmäßig reinigen

Selbst genähte Schutzmasken für Mund und Nase sollten regelmäßig gewaschen werden. Mindestens bei 60 Grad mit einem Vollwaschmittel oder per Hand. Zusätzlich können die Masken gebügelt werden.  Auch möglich: Die Maske auf dem Herd im Wasserbad für etwa fünf Minuten auskochen.

Kein Schutz vor Ansteckung

Aber Vorsicht: Eine selbst gemachte Maske schützt NICHT vor Ansteckung. Durch das Tragen einer Maske schützt man aber andere Menschen. Ob auf dem Weg zur Arbeit oder beim Einkaufen sollte man sich so verhalten als hätte man Symptome. Also Maske aufsetzen, Abstand haltenso oft es geht die Hände waschen (mind. 30 Sek) und generell nur für das Nötigste nach Draußen gehen.

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Claudia Böhm

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