Piazolo trifft sich mit Schulgemeinschaft Wie geht's weiter?

Für die kommende Woche vom 26. April bis einschließlich 2. Mai gelten für die Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis Regensburg die bisherigen Regelungen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

München (dpa/lby) – Die einen wollen unbedingt so schnell wie möglich in die Klassenzimmer zurück, die anderen halten das für völlig unverantwortlich: Inmitten vehement geführter Diskussionen zur Form des Unterrichts in Bayern trifft sich Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am heutigen Montag (9.00 Uhr) in München mit Schüler-, Lehrer- und Elternvertretern. Diese zum Austausch gedachten Runden finden derzeit in regelmäßigen Abständen statt.

Angesichts des bislang bis zum 14. Februar befristeten Lockdowns und sinkender Infektionszahlen dürfte diesmal besonders rege über die Frage diskutiert werden, ob – und wenn ja, ab wann – welche Schülerinnen und Schüler wieder in den Schulgebäuden unterrichtet werden. Piazolo hatte bereits angekündigt, dass dies relativ kurzfristig je nach Entwicklung der Infektionszahlen entschieden werde.

Er hoffe, dass es vor allem an Grund- und Förderschulen wieder mehr Präsenzunterricht geben werde, sagte Piazolo vor knapp einer Woche. Bayernweit lernen die Kinder und Jugendlichen seit Beginn des zweiten Lockdowns zu Hause – mit einer Ausnahme: Zum 1. Februar sind die meisten Abschlussklassen in den Wechselunterricht zurückgekehrt, das sind insgesamt 2,4 Prozent der Lernenden. Dieser Schritt hatte zu harscher Kritik geführt.

Landesschülersprecher Moritz Meusel etwa sagte: «Die Politik spielt hier mit dem Leben von Schülern, Lehrern und deren Umfeld.» Lehrerverbände wiesen zudem darauf hin, dass eine Mischung aus Wechselunterricht für die einen und gleichzeitigem Distanzunterricht für die anderen praktisch unmöglich sei.

Streit gibt es auch um die Faschingsferien, die die Staatsregierung in diesem Jahr gestrichen hat, damit die Lernrückstände nicht allzu groß werden. Nahezu sämtliche Vertreter der sogenannten Schulfamilie beklagen jedoch, dass die Kinder und Jugendlichen sowie ihre durch die ständige Betreuung neben der eigenen Arbeit oftmals extrem gestressten Eltern diese Pause dringend bräuchten.

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