Tirschenreuth hat höchste Corona-Inzidenz in Deutschland Oberpfalz

Eine Laborantin sortiert Proben. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) – Die bayerische Grenzregion zu Tschechien bleibt ein Brennpunkt der Corona-Pandemie in Deutschland. Nach den am Dienstag veröffentlichten neuen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) lag der Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 322 Infektionen pro 100 000 Einwohnern deutschlandweit an der Spitze.

Unter den zehn Kommunen mit den höchsten Inzidenzwerten sind vier bayerische Kreise: Auf Platz drei liegt der Kreis Hof mit 283,8, auf Platz sechs der Landkreis Regen mit 249,3 und an neunter Stelle der Kreis Wunsiedel mit 235,4. Alle vier Landkreise grenzen an Tschechien, das mit fast einer Million Corona-Infektionen bei knapp elf Millionen Einwohnern von der Pandemie sehr stark getroffen ist.

Im Landkreis Tirschenreuth sind Mitarbeiter des Landesamtes für Gesundheit (LGL) mit der Ursachenforschung befasst. Es handele sich um ein diffuses Ausbruchsgeschehen, sagte ein Sprecher am Dienstag. So gebe es mehrere Betriebe, in denen Mitarbeiter und deren Familien infiziert seien. Dort gehen die Behörden von Corona-Mutationen aus. Anders als im restlichen Freistaat kehren Abschlussklassen im Landkreis zunächst nicht in den Wechselunterricht zurück.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut RKI bei 90, in Bayern bei 92. Fünf Bundesländer überschritten am Dienstag noch einen Inzidenzwert von 100: Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und das Saarland. Bundesweit meldeten die Gesundheitsämter dem RKI 6114 Neuinfektionen und 861 neue Todesfälle, in Bayern waren es 763 neue Fälle und 102 Todesfälle.

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