Bayern froh über vorerst gestoppten Abzug von US-Soldaten Biden-Regierung hat Prüfung in Auftrag gegeben

Albert Füracker (CSU), Finanzminister von Bayern. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild

München (dpa) – Der vorläufige Stopp des Abzugs von US-Soldaten aus Deutschland hat in Bayern große Hoffnung auf ein generelles Umdenken in der amerikanischen Regierung hervorgerufen. «Die Chancen auf einen Verbleib eines großen Teils der US-Truppen in Bayern sind dadurch deutlich gestiegen», sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann am Donnerstag in München.

Auch Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (beide CSU) sprach von einer guten Nachricht aus den USA: Die tiefe und gelebte Freundschaft dürfe nicht unnötig aufgeben werden. «Wir werden den Prozess auf allen Ebenen weiter eng begleiten, um diese wertvolle internationale Partnerschaft zu erhalten.»

Die unter US-Präsident Donald Trump ausgearbeiteten Pläne zum Abzug 12 000 amerikanischer Soldaten aus Deutschland liegen nach dem Machtwechsel im Weißen Haus wieder auf Eis. Nach Angaben des für die US-Streitkräfte in Europa zuständigen Generals Tod Wolters hat die Regierung des neuen Präsidenten Joe Biden eine gründliche Überprüfung des Vorhabens in Auftrag gegeben. Erst danach werde der neue Verteidigungsminister Lloyd Austin in Abstimmung mit dem Weißen Haus eine Entscheidung treffen. «Ich weiß nicht, wie sie ausfallen wird», sagte Wolters am Mittwoch im Gespräch mit Journalisten.

Trump hatte im vergangenen Juni den Teilabzug der US-Soldaten aus Deutschland angekündigt und den Schritt unter anderem mit den aus seiner Sicht zu geringen Verteidigungsausgaben des Nato-Partners Deutschlands begründet. Der Entscheidung zufolge sollte ein Drittel der damals 36 000 Soldaten in Deutschland in die USA zurückkehren oder in andere Nato-Länder verlegt werden. Sie hätte vor allem Standorte in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz getroffen.

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