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5. Mallersdorfer Tag der Männergesundheit – natürlich auch für Frauen Urologische Informationsveranstaltung der Klinik Mallersdorf für Jung und Alt, Sie und Ihn

Das Urologie-Team der Klinik Mallersdorf (v. li.): Gesundheits- und Krankenpflegerin Inge Blümel, Leitender Oberarzt Ireneusz Florian, Andrea Diener (Sekretariat), Tanja Hüttner (Sekretariat), Medizinische Fachangestellte Maria Schmalhofer, Chefarzt Dr. med. Tobias Lindenmeir, Anna-Maria Kiendl, Chefarzt Dr. med. Gunnar Krawczak, Nicole Luxi-Plank. Foto: Klinik Mallersdorf

Die Urologische Abteilung lädt am Sonntag, den 31. März von 13 bis 17 Uhr zur öffentlichen Informationsveranstaltung „5. Mallersdorfer Tag der Männergesundheit – natürlich auch für Frauen. Geboten sind Vorträge, Aktions- und Informationsstände sowie urologische Instrumenten- und Gerätevorstellungen im ersten Untergeschoß der Klinik Mallersdorf. Als Schirmherr eröffnet Karl Wellenhofer, erster Bürgermeister der Marktgemeinde Mallersdorf-Pfaffenberg, die Veranstaltung. Dieses Jahr steht der Tag unter dem Motto „Der Urologe – Ihr Arzt von der Wiege bis ins hohe Alter“. Das Urologie-Team möchte damit die gängige, begrenzte Vorstellung vom Urologen als Arzt nur für ältere Männer widerlegen. Der Eintritt ist frei und die AOK vergibt für die Teilnahme 100 Punkte im Prämienprogramm für Versicherte.

Urologische Vorsorge in jungen Jahren

Chefarzt Dr. Tobias Lindenmeir referiert zum Auftakt über Kinder- und Jugendurologie. „Die Urologie hat viele Bereiche, die auf Prävention abzielen“, erklärt er, „und da kann man nicht früh genug anfangen. Das Fachgebiet hat sich in den letzten Jahren zum Ziel gesetzt, aktiv auch im Kinder- und Jugendbereich aufzuklären, um bereits in diesen Altersgruppen ein Bewusstsein für Vorsorge und Prävention zu schaffen – nach dem Motto: Es kann nie zu früh sein, aber häufig leider zu spät.“ So ist ein Thema in der Jugendmedizin aktuell die HPV-Impfung nicht nur für Mädchen, sondern auch für Jungen. Dadurch soll die Bildung von Feigwarzen und von Gebärmutterhalskrebs bei Frauen verhindert werden.

Hodenprobleme verschiedener Altersstufen

Ein Thema, das oftmals nicht im direkten Mittelpunkt der Diskussionen steht, aber dennoch für Jungen und Männer in jeder Altersgruppe wichtig und interessant sein sollte, behandelt Chefarzt Dr. Gunnar Krawczak in seinem Vortrag um 13.30 Uhr. Es geht um Erkrankungen des Hodens in verschiedenen Altersgruppen. „Hodenerkrankungen können durchaus zu massiven, auch akuten Schmerzen führen und bedürfen häufig einer sofortigen Intervention durch den Urologen“, warnt Dr. Krawczak. „So gibt es beispielsweise gerade bei Kindern und Jugendlichen das sehr schmerzhafte Krankheitsbild der Hodentorsion, welches ohne zügige operative Therapie zum Verlust des Hodens führen kann. Bösartige Tumoren des Hodens treten typischerweise bei jungen Erwachsenen auf und bedürfen häufig – je nach Befund und Tumorstadium – einer operativen und medikamentösen und auch strahlentherapeutischen Mehrfachtherapie.“ Darüber hinaus kann es in jeder Altersgruppe Entzündungen des Hodens und des Nebenhodens bis hin zum Abszess geben. Als Beispiel geht Dr. Krawczak auf den sogenannten „Wasserbruch“ des Hodens näher ein: „Bei der Hydrocele testis nimmt das Hodenfach an Volumen zu. Die Ursache hierfür ist eine zunehmende Flüssigkeitsansammlung ausgehend von den Hodenhüllen. Sie kann zwar in jedem Alter auftreten, wird aber gehäuft bei etwas älteren Männern gefunden. Verletzungen des Hodens nach Trauma bedürfen in vielen Fällen einer sofortigen operativen Behandlung.“

Urologische Themen im Erwachsenenalter: Fertilität, Potenz, Steine, Hormone,…

Leitender Oberarzt Ireneusz Florian zeigt in seinem Vortrag zum Thema „Urologie im Erwachsenenalter“ um 14.30 Uhr den Urologen als „Begleiter des Mannes“ zwischen dem 20. und ca. 60. bis 70. Lebensjahr. „Für jede Lebensdekade gibt es typische und häufige Erkrankungen,“ erläutert Florian, „beginnend mit sexuell übertragbaren Krankheiten, Fertilitäts- und Potenzstörungen, über Steine, Harnwegsinfektionen, Prostatavergrößerung, Testosteron-Mangel bis zur onkologischen Erkrankungen an der Niere, Blase oder Prostata.“ Neben der Diagnostik und Therapie wird Leitender Oberarzt Florian insbesondere die Vorsorgemöglichkeiten vorstellen.

Besondere Bedürfnisse älterer Patienten

Dr. Lindenmeir widmet sich im Schlussvortrag zum Thema „Urologische Altersmedizin“ der Versorgung von urologischen Problemen im Alter, beispielsweise auch bei pflegebedürftigen Patienten. „Unter anderem muss man bei alten Menschen auch die Medikamente anpassen, da hier teilweise andere Nebenwirkungen auftreten können“, schildert Dr. Lindenmeir. „Hier ist oft nicht nur die Therapie im Vordergrund, sondern auch die optimale Versorgung mit Hilfsmitteln.“

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