Coronavirus hat Bayern erreicht Risiko für die Bevölkerung in Deutschland weiterhin gering

Berlin/München – In Deutschland sind inzwischen fünf Fälle bekannt, in denen sich Menschen mit dem neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) infiziert haben. Die Betroffenen stammen aus Bayern. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet den Ausbruch des Virus als „Gesundheitliche Notlage mit internationaler Tragweite” (30.1.2020). Das Robert Koch-Institut (RKI) erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Wie man im Verdachtsfall reagieren sollte, erklärt das Bundesgesundheitsministerium.

Weltweit wurden 9.800 Fälle gemeldet, davon sind 213 Menschen verstorben (Stand: 31.01.2020/Quelle: BfG). Laut RKI musste mit einem Import von einzelnen Fällen nach Deutschland gerechnet werden. Auch einzelne Übertragungen in Deutschland wurden für möglich gehalten. Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung aus China bleibe derzeit weiterhin gering, so das RKI (Stand 29.1.). Diese Einschätzung kann sich allerdings kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern.

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Aktuelle Informationen vom Bundesgesundheitsministerium

Unter www.rki.de/ncov sind Informationen für die Fachöffentlichkeit zusammengestellt, unter anderem Hinweise zu Diagnostik, Hygiene und Infektionskontrolle und Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Laut Bundesregierung ist Deutschland „bestmöglich vorbereitet“. Vor allem das Netzwerk von Kompetenzzentren und Spezialkliniken in Deutschland sei international beispiellos.

Was passiert im Verdachtsfall?

Hierzu gibt es genaue Abläufe entlang Empfehlungen des Robert Koch-Institutes. Wenn bestimmte Kriterien vorliegen, hier also das Vorliegen von Symptomen einer Atemwegsinfektion (z.B. Husten) UND ein Aufenthalt in einem Risikogebiet in China (hier derzeit die Provinz Hubei) in den letzten 14 Tagen erfolgt ist ODER ein Kontakt zu einer an 2019-nCoV erkrankten Person nicht länger als 14 Tage zurückliegt, dann erfolgt zunächst unter Einhaltung hygienischer Maßnahmen (u.a. Mund-Nase-Schutz) eine körperliche Untersuchung.

Parallel erfolgt eine Laboruntersuchung. Hierzu wird zum Beispiel ein Abstrich aus dem Rachenraum genommen. Neben der Labortestung auf 2019-nCoV, wird auch auf weitere gängige Atemwegsinfektionen getestet, z.B. auf eine Infektion mit dem Influenzavirus.

Das zuständige Gesundheitsamt wird über den Verdachtsfall informiert, um unmittelbar Maßnahmen einzuleiten, wenn sich der Fall bestätigt.

Mehr Infos unter www.bundesgesundheitsministerium.de.

Claudia Böhm

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