Rauchen? Nein danke! Universität sucht Studienteilnehmer zur Tabakentwöhnung

Trotz Warnungen vor den gesundheitlichen Risiken des Tabakkonsums raucht weiterhin mehr als ein Viertel aller Erwachsenen in Deutschland. Insbesondere starken Raucherinnen und Rauchern gelingt es oft weder aus eigener Kraft noch mit therapeutischer Hilfe, die Finger von den Zigaretten zu lassen.

An der Universität Regensburg beginnt jetzt eine durch die Deutsche Krebshilfe geförderte Studie, die den Einsatz neuer Techniken in der Tabakentwöhnung untersucht. Dafür können sich Raucherinnen und Raucher, die gerne aufhören möchten, beim Institut für Psychologie der Universität anmelden.

Die wirkungsvollste Therapieform zur Entwöhnung von Tabak ist eine Verbindung aus verhaltenstherapeutischer „Raucherentwöhnungsgruppe“ mit medikamentöser Unterstützung. Aber selbst bei dieser Behandlung besteht ein hohes Rückfallrisiko und die Erfolgsquote ein Jahr nach Ende der Behandlung liegt bei 30 bis 40 Prozent.

nicht rauchen

Mitmachen bei der Entwöhnungsstudie

Raucherinnen und Raucher ab 18 Jahren, die ihren Tabakkonsum beenden wollen, können sich telefonisch oder per E-Mail (vireta@ur.de) über eine Teilnahme informieren. Die Teilnehmer sollten seit mindestens zwei Jahren täglich ca. zehn oder mehr Zigaretten rauchen. Die letzte Behandlung zur Tabakentwöhnung muss länger als sechs Monate zurückliegen.

Die Behandlung umfasst sechs wöchentliche Gruppensitzungen von jeweils 90 Minuten Dauer. Direkt vor oder nach den Gruppensitzungen werden entweder vier Sitzungen (à 45 Minuten) mit einem spezifischen Training der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson oder das virtuelle Abstinenztraining durchgeführt. Außerdem wird untersucht, wie sich die Gehirnaktivität bei der Verarbeitung von Reizen, die mit Rauchen in Zusammenhang stehen, im Laufe einer Abstinenzmaßnahme verändert.

Kontakt für interessierte Raucherinnen und Raucher: Benedikt Schröder, M.Sc. Psychologe
Tel. 0941/943-6039, E-Mail: vireta@uni-regensburg.de.

Claudia Böhm

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