So beeinflusst die Corona-Krise die Stichwahl Um Wähler zu mobilisieren: Dr. Freudenstein (CSU) und Maltz-Schwarzfischer (SPD) im Digital-Modus

Regensburg – Die Entscheidung, wer künftig das Sagen im Alten Rathaus hat, wurde vertagt. Die Kommunalwahl geht in die Verlängerung. Noch im Rennen um das Oberbürgermeisteramt der Stadt Regensburg: Dr. Astrid Freudenstein (CSU) und Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD). Beide treten am 29. März in einer Stichwahl gegeneinander an. Von Amts wegen werden hierfür Briefwahlunterlagen an die Wahlberechtigten verschickt. Die Corona-Krise macht alles anders.

Von Mario Hahn

In Zeiten des Coronavirus ist nichts mehr normal. Auch der Wahlkampf nicht. Die Corona-Krise schränkt uns alle und das öffentliche Leben enorm ein. Menschen sollen Abstand zueinander halten.

Wie aber wollen dann die beiden verbliebenen Kandidatinnen um das OB-Amt, Dr. Astrid Freudenstein (CSU) und Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD), ohne Straßenwahlkampf nochmals erfolgreich die Wähler/innen mobilisieren? Ohne Infostände oder Haustürwahlkampf?

Dr. Astrid Freudenstein (CSU):
„Die Stichwahl spielt jetzt für Regensburg eine umso größere Rolle. Viele Gastronomen, Firmen, Kleinunternehmer kämpfen jetzt um ihre Existenz, deshalb brauchen wir stabile politische Verhältnisse in Regensburg und wieder eine anpackende Stadtspitze, die etwas vorwärts bringt und auch der Wirtschaft und den vielen Vereinen hilft. Bloß keine wackligen Fünfer-Bündnisse im Rathaus, wie sie die Bürgermeisterin weiter will. Und keine weitere wirtschaftliche Schwächung der Regensburger Innenstadt, wie zuletzt durch die Bunte Koalition passiert.“

„Wir benutzen jetzt Printmedien, Internet und Telefon, um mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu bleiben“, erklärt Dr. Freudenstein auf Blizz-Anfrage. Wer Fragen habe, könne sie einfach anrufen. „Ich stehe bereit. Und die Duelle bei TVA und MZ dienen ja auch der Information der Regensburger.“

Auch Maltz-Schwarzfischer verlagert ihren Wahlkampf derweil weg von der Straße ins Digitale: „Mein Wahlkampf wird vorwiegend im Internet auf Social Media-Kanälen, mit Anzeigen in den Zeitungen und TV- und Radio-Spots stattfinden. Außerdem wird es zwei TV-Duelle geben, TVA und MZ.“

Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD):
„Die Bewältigung der Corona-Pandemie verlangt von uns allen sehr viel und schränkt das gesamte öffentliche Leben enorm ein, so natürlich auch den Wahlkampf. Man könnte sich auch fragen, ob es in dieser Zeit nicht Wichtigeres gibt als einen Wahlkampf. Tatsache ist jedenfalls, dass mir die Bewältigung der Corona-Krise ohnehin kaum Zeit für Wahlkampfaktivitäten lässt. Ich denke aber, Wahlen sind trotz allem enorm wichtig, schließlich wird ja darüber entschieden, wer in den nächsten sechs Jahren das Regensburger Stadtoberhaupt sein wird. Das Recht zu wählen ist eines der wichtigsten unserer Demokratie.“


Auf diesen Plätzen landeten die OB-Kandidaten

  • Dr. Astrid Freudenstein (CSU): 29,50 % (17.864 Stimmen)
  • Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD): 22,15 % (13.416)
  • Joachim Wolbergs (Brücke): 17,71 % (10.724)
  • Stefan Christoph (Grüne): 14,41 % (8.728)
  • Ludwig Artinger (Freie Wähler): 5,26 % (3.183)
  • Benedikt Suttner (ÖDP): 3,72 % (2.255)
  • Horst Meierhofer (FDP): 2,14 % (1.294)
  • Irmgard Freihoffer (Linke): 1,79 % (1.087)
  • Christian Janele (CSB): 1,35 % (818)
  • Ingo Frank (Die Partei): 1,26 % (761)
  • Jakob Friedl (Ribisl-Partei): 0,71 % (431)

Bei der Wahl des/der Oberbürgermeisters/in der Stadt Regensburg waren 115.502 Personen wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,72 Prozent.

 

 

Claudia Böhm

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

X