Intendant Neundorff von Enzberg überzeugt von Chin-Chao Lin

Das Theater Regensburg freut sich,  mitteilen zu können, dass mit Chin-Chao
Lin ein neuer Generalmusikdirektor gefunden ist, der sein Amt mit Beginn der
Spielzeit 2018/19 antreten wird. Chin-Chao Lin folgt auf Tetsuro Ban, der in den
Spielzeiten 2009/10 bis 2016/17 Generalmusikdirektor am Theater Regensburg
war.

Chin-Chao Lin (*1987, Taitung/Taiwan) ist seit der Spielzeit 2016/17 am Meininger
Staatstheater als 1. Kapellmeister und Stellvertreter des GMD tätig. Er dirigierte
dort unter anderem die Premieren von Offenbachs »Hoffmanns Erzählungen«,
Puccinis »Tosca« und Sullivans »Die Piraten von Penzance« sowie Vorstellungen
von Wagners »Tannhäuser«, Mozarts »Così fan tutte«, R. Strauss’ »Ariadne auf
Naxos« und Carl Orffs »Carmina Burana«. Lin, der sein Studium im Fach Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz und an der Zürcher Hochschule der Künste abschloss, arbeitete bereits als Dirigent mit zahlreichen renommierten Orchestern wie beispielsweise dem Staatsorchester
Rheinische Philharmonie Koblenz, dem National Taiwan Symphony Orchestra,
Lucerne Festival Academy Orchestra, Janáček Philharmonic Orchestra oder dem
Het Gelders Orkest.

Erste Aufführung unter Chin -Chao Lins Leitung im September

Dem Regensburger Publikum wird sich Chin-Chao Lin beim 1. Sinfoniekonzert mit
Werken von Gioachino Rossini, Nino Rota und Ludwig van Beethoven (8.+11.10.2018, Neuhaussaal) und bei der Wiederaufnahme von Mozarts »Don Giovanni« (ab 20.9.2018 im Theater am Bismarckplatz) vorstellen.

Chin-Chao Lin: »Es ist mir eine große Ehre und Freude, meine erste Position als Generalmusikdirektor am Theater Regensburg antreten zu dürfen. Ich sehe der Zusammenarbeit mit dem Orchester und dem Ensemble mit Enthusiasmus entgegen. Für mich ist es eine neue spannende Herausforderung, mich dieser verantwortungsvollen Aufgabe voll und ganz widmen zu können und gemeinsam einen reizvollen Spielplan zu gestalten. Ich freue mich auf eine tolle Stadt und vor allem darauf, das Regensburger Publikum bei vielen bewegenden Vorstellungen persönlich zu begrüßen.«

Jens Neundorff von Enzberg, Intendant des Theaters Regensburg: »Chin-Chao Lin hat nicht nur mich, sondern auch das Philharmonische Orchester Regensburg und unser Musiktheater-Ensemble mit seiner Art, Musik zu interpretieren und zu dirigieren, überzeugt. Es hat mich sehr gefreut, dass das Interesse an der Stelle des Generalmusikdirektors am Theater Regensburg national und international sehr hoch war und ich bin überzeugt, dass wir mit Herrn Lin die richtige Wahl für das Theater und die Stadt getroffen haben.«

Das ist Chin-Chao Lin

Chin-Chao Lin wurde 1987 in Taitung, Taiwan, geboren. Er absolvierte zunächst ein
Studium im Fach Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz bei Prof. Martin Sieghart und setzte seine Ausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste bei Prof. Johannes Schlaefli fort. 2011 gewann er den zweiten Preis beim ersten Nationalen Symphonieorchester-Wettbewerb in
Taiwan sowie den dritten Preis beim fünften Internationalen Witold-Lutoslawski
Wettbewerb für junge Dirigenten in Polen und den LVZ-Publikumspreis beim
Deutschen Operettenpreis 2014 in der Musikalischen Komödie Leipzig.
Lin nahm an Meisterkursen von Bernard Haitink, Pierre Boulez, Peter Eötvös, David
Zinman, Kurt Masur und Marc Albrecht teil. 2013 wurde er als Stipendiat für das
Dirigentenforum beim Deutschen Musikrat aufgenommen und besuchte
Meisterkurse bei Markus Poschner, Kristjan Järvi, Johannes Kalitzke, Roland
Seiffarth und Mark Stringer. Von 2013 bis 2015 assistierte er dem Chefdirigenten
Daniel Raiskin als „Conductor-in-Progress“ beim Staatsorchester Rheinische
Philharmonie in Koblenz und leitete zudem eigene Konzerte.

Lin assistierte bei renommierten Dirigenten und Orchestern, wie David Zinman mit
dem Tonhalle Orchester Zürich, Günther Herbig mit dem National Symphony
Orchestra Taiwan, Peter Eötvös mit dem Lucerne Festival Academy Orchestra und
Lothar Zagrosek mit der Jungen Deutschen Philharmonie.
Als Korrepetitor und musikalischer Assistent war er bei der Oper »Rigoletto», »La
Bohème«, ebenso wie bei der modernen Opernproduktion »Opernreigen der
Zukunft« im Opernhaus Graz sowie bei der modernen Oper »Schlafes Bruder« von
Herbert Willi und »L’incoronazione di Poppea« von Claudio Monteverdi im
Stadttheater Klagenfurt tätig. In den Niederlanden assistierte er bei Martin Sieghart mit Het Gelders Orkest für »Le nozze di Figaro« und »Don Giovanni«. In
Österreich dirigierte er Humperdincks »Hänsel und Gretel« mit dem
Opernorchester KlangImPuls im Theater im Palais in Graz. 2009 studierte er die
Operette »The Mikado« von William S. Gilbert und Sir Arthur Sullivan ein und
dirigierte die Premiere und das anschließende Gastspiel in Yokohama, Japan. In
Tschechien dirigierte er Bizets »Carmen« im Theater Teplice. Im Meininger
Staatstheater brachte er Mozarts »Die Zauberflöte« und die Wiederaufnahme von
Verdis »La Traviata« zu Aufführung.

Lin arbeitete bereits als Dirigent mit zahlreichen anerkannten Orchestern:
Staatsorchester Rheinische Philharmonie Koblenz, Südwestdeutsch Philharmonie
Konstanz, hr-sinfonieorchester, National Taiwan Symphony Orchestra (NTSO),
National Symphony Orchestra of Taiwan (NSO), Lucerne Festival Academy
Orchestra, Janáček Philharmonic Orchestra, North Czech Philharmonic Orchestra,
Hradec Králové Philharmonic Orchestra, Musikkollegium Winterthur, Het Gelders
Orkest, Bialystok Symphony Orchestra etc.

2014 führten ihn diverse Engagements mit dem Lucerne Festival Alumni Ensemble
nach Zürich, London, New York und Peking, dessen Konzerttournee in Kooperation
mit dem Lucerne Festival und SwissRe stattfand. Sein Debüt mit dem Lucerne
Festival Alumni Ensemble feierte er im Rahmen des Lucerne Festivals 2014.
Seit der Spielzeit 2016/17 ist er am Meininger Staatstheater als 1. Kapellmeister und Stellvertreter des GMD tätig. Er dirigierte die Premieren von Offenbachs
»Hoffmanns Erzählungen«, Puccinis »Tosca«, Tschaikowskys »Dornröschen« und
Sullivans »Die Piraten von Penzance« sowie Vorstellungen von Wagners
»Tannhäuser«, Mozarts »Così fan tutte«, R.Strauss’ »Ariadne auf Naxos« und Carl
Orffs »Carmina Burana«.