Das Museum des Hauses der Bayerischen Geschichte in Regensburg hat seinen Betrieb wieder aufgenommen Zum einjährigen Geburtstag am 4. Juni wird die Dauerausstellung um viele Attraktionen reicher sein. Bereits am Eröffnungstag steigt der Fluchtballon von Naila endlich auf

Regensburg – Das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg meldet sich nach der Corona-bedingten Schließung zurück. Am Dienstag, den 19. Mai, nahm das Museum in Regensburg seinen Betrieb wieder auf und hat gleich zwei attraktive Neuheiten zu bieten.

Für Kunstminister Bernd Sibler ein wichtiger Meilenstein für das kulturelle Leben in Bayern: „In den vergangenen Wochen haben wir deutlich gespürt, wie sehr wir uns nach unserem vielfältigen kulturellen Leben im Freistaat sehnen! Umso mehr freut es mich, dass wir mit dem Museum der Bayerischen Geschichte nun endlich wieder die Schatzkammer unseres Freistaats mit einzigartigen, hochkarätigen und ganz besonderen Exponaten öffnen können – selbstverständlich unter strengen Hygienemaßnahmen. Die Besucherinnen und Besucher werden sicherlich staunen, was sich in den vergangenen Wochen hinter den Kulissen getan hat: Das Museum in Regensburg bietet rechtzeitig zu seiner Rückkehr mit der Fotoausstellung der Süddeutschen Zeitung und der spannenden Neuinstallation rund um den Fluchtballon aus Naila zwei attraktive Neuheiten. Auch freut mich, dass Führungen durch die Ausstellung bereits zum 26. Mai in Regensburg aufgenommen werden können. Unmittelbare Kunst- und Kulturerlebnisse sind endlich wieder möglich!“ Dr. Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte ist erleichtert: „Wir haben die letzten Monate auf Hochtouren an unseren Projekten im Museum und auch an der Bayerischen Landesausstellung in Friedberg und in Aichach gearbeitet. Die Landesausstellung ist von der Technik her fertig und wird nun am 10. Juni eröffnet. In Regensburg haben wir den Stopp genutzt, Baumängel aufzuarbeiten und die Dauerausstellung zu erneuern. Das war in Corona-Zeiten alles andere als leicht. Viele Kolleginnen und Kollegen aus den Bau- und Museumssparten haben sich besonders engagiert. Dafür bin ich sehr dankbar und freue mich, dass wir heute in Regensburg mit dem Betrieb wieder starten können.“

 

Schutz- und Hygienevorschriften im Museum in Regensburg

Für den Besuch des Museums gelten strenge Schutz- und Hygieneregeln. Die grundlegenden Maßnahmen sind bekannt: Maskenpflicht auch für Besucherinnen und Besucher, Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern sowie die Vermeidung von Gruppenbildungen. Im großzügig angelegten Neubau des Museums des Hauses der Bayerischen Geschichte in Regensburg gehen wir trotz Begrenzung der zeitgleich möglichen Besucherzahl nicht von längeren Wartezeiten aus. Der Laden ist ebenfalls ab 19. Mai wieder geöffnet, das Wirtshaus schließt sich mit Biergarten und Innenbetrieb entsprechend der allgemeinen Bestimmungen am 26. Mai an.

 

Gemeinsam mit der Wiedereröffnung der Dauerausstellung wurde im Haus der Bayerischen Geschichte die SZ-Sonderausstellung „Zeitlang. Erkundungen im unbekannten Bayern“ im Foyer des Museums eröffnet. Sebastian Beck, Leiter der Bayernredaktion der Süddeutschen Zeitung, (links im Bild), und Hans Kratzer (Bayernredaktion SZ) zeigen einen anderen Blick auf Bayern. Neben Sebastian Beck sind der bayerische Kunstminister Bernd Silber (Mitte) und der Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, Dr. Richard Loibl, zu sehen.
Foto: © Haus der Bayerischen Geschichte | Foto: www.altrofoto.de

Neu im Mueumsfoyer: Fotoausstellung der Süddeutschen Zeitung

Im Museum in Regensburg ist mit der Wiedereröffnung am 19. Mai 2020 im Foyer die Fotoausstellung „Zeitlang – Erkundungen im unbekannten Bayern“ von Sebastian Beck und Hans Kratzer, Redakteure der Süddeutschen Zeitung, zu sehen. Mit den 33 außergewöhnlichen Bildern zeigen die Journalisten ein Bayern abseits der großen Touristenströme und brechen viele gängige Klischees. Die Schau läuft bis 30. August . Zu sehen ist sie kostenlos im Foyer des Museums.

 

Neu in der Dauerausstellung: Original Film-Set lässt den Ballon steigen

Gondel, Windmaschine und halb gefüllte Ballonhülle machen die Inszenierung des Fluchtballons von Naila in der Dauerausstellung „Wie Bayern Freistaat wurde und was ihn so besonders macht“ perfekt. Aus konservatorischen Gründen wurde freilich nicht die Originalballonhülle aus Naila aufgeblasen, die ist ohnehin viel zu groß und muss in der eigens für sie angefertigten Vitrine bleiben. Die Inszenierung möglich macht Michael „Bully“ Herbig. Er ist der Regisseur des Erfolgsfilms „Ballon“ aus dem Jahr 2018 und hat dem Haus der Bayerischen Geschichte die Requisiten des Original-Film-Sets als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Der Ballon landet nun am Waldrand vor Naila und macht das Eintauchen in die Geschichte aus dem Jahr 1979 zu einem authentischen Erlebnis.

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

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