Für die Natur gibt es keinen Stillstand Auch wenn der Alltag in Teilen eingeschränkt ist, gibt es im Garten jetzt einiges zu tun

Regensburg – Jetzt, da die meisten Freizeitaktivitäten wegfallen, gewinnt die Beschäftigung im eigenen Garten an Bedeutung. Auch auf dem Balkon lassen sich viele Pflanzen in Töpfen, Kisten und Balkonkästen heranziehen und sorgen so für viel Abwechslung in Zeiten der Einschränkung. Am Landratsamt beraten die Mitarbeiter des Sachgebietes Gartenkultur und Landespflege bei allen Fragen rund um den Garten.

aussaatVorab: Das „Grüne Team“ im Landratsamt berät unter Tel.: 0941/ 4009-361, -362, -619 bei allen Fragen rund um den Garten. Auch beim Kreisverband Regensburg für Gartenkultur und Landespflege e.V. (www.kv-gartenbauvereine-regensburg.de) kann man sich Tipps holen. Wer kein Saatgut zu Hause hat, aber etwas ausprobieren will, kann dort auch eine kleine Überraschungstüte mit Samen von Gemüse, Kräutern und Blumen erhalten.
Dazu beantwortet der Kreisverband Fragen wie: Was tun, wenn man keine geeignete Aussaaterde zu Hause hat? Wie kann man schnell und einfach Pflanztöpfchen herstellen? Worauf muss man bei der Kultur in Töpfen generell achten? Also die Basics der Gartenkultur in kleinen Portionen.

Ziersträucher zuschneiden

Alle Sträucher, die im Sommer und Herbst erst blühen, können jetzt noch kräftig zurückgenommen werden. Dazu gehören beispielsweise die Sommerflieder, die Bartblume oder auch der Hibiskus. Alle Frühjahrsblüher wie Mandelbäumchen, Forsythie und Ranunkelstrauch erhalten ihren Schnitt erst nach der Blüte.
Jetzt kann man bereits Blattgemüse wie Spinat, Rucola und Mangold ins Freie säen. Aber auch Rettiche, Radieschen, Zuckererbsen und Kohlarten eignen sich für die Anzucht im Freien. Wer Salat, Kohlrabi und Co als Jung-Pflänzchen ins Beet bringt, sollte für sehr kalte Nächte immer eine Abdeckung bereithalten. Nach der Pflanzung sorgt eine Mulchschicht für Schutz vor Trockenheit und Verschlämmung des Bodens bei starken Regen. Im Warmen vorgezogenes Gemüse wie Tomaten, Zucchini, Gurken und Paprika sollte – bei ausreichender Belichtung – schon mal kühler gestellt werden. Sonst werden die Pflanzen zu langtriebig und brechen leicht bei der Umsiedelung ins Beet im Mai.

Pflanzen wieder zum Blühen bringen

Inzwischen spitzen die meisten Stauden mit neuen Trieben aus dem Boden. Die vertrockneten Triebe vom Vorjahr werden ebenso entfernt wie die abgestorbenen Pflanzenteile, die den Boden bedecken. Jetzt kann die Sonne direkt auf den Boden treffen und ihn gut erwärmen. Stauden, die im Sommer und Herbst blühen, können jetzt noch vorsichtig ausgegraben und geteilt werden. Das bringt blühfaul gewordene Pflanzen wieder in Schwung. Auch Neupflanzungen in bestehende Lücken der Rabatte kommen jetzt in den Boden. Danach hilft auch hier eine neu aufgebrachte Mulchschicht, die Verdunstung an heißen Tagen zu reduzieren, und spart zudem Gießarbeit. Nur auf Rindenmulch sollten Sie im Staudenbeet verzichten, er behindert manche Stauden darin, sich in die Breite zu entwickeln. Hat man kein anderes Mulchmaterial zur Verfügung, ist Kompostmulch vom Kompostwerk eine gute Alternative.

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

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