„Jeder hat an Engel“ – ein Song, sein Schicksal Weil die Vergangenheit ihn eingeholt hat, blickt Claus Weikel voller Freude in die Zukunft

Aktualisiert vor 6 Monaten von Mario Hahn

Regensburg – „Wenn es mal schlecht läuft und du nicht weiter weißt – gib‘ niemals auf! Jeder hat an Engel!“ Wie ein Song von Claus Weikel zu seinem Schicksal wurde.

Von Mario Hahn

Nur einen Tag, nachdem „Jeder hat an Engel“* wiederveröffentlicht wurde (das war letzte Woche), kam die Info vom Produzenten. „Du bist in einer Hitparade mit Andreas Gabalier!“ Claus Weikel war glücklich. Jetzt ist sein Song in Radioprogrammen in der Schweiz, Österreich und Deutschland zu hören.
Vergangenen Mittwoch kam dann die nächste Nachricht: „Du bist in der Hörerhitparade von Null direkt auf Platz drei gelandet. Somit hast Du den Andreas Gabalier weit hinter Dir gelassen!“ Das Comeback ist also mehr als gelungen.
Schon vor fünf Jahren, als der Song zum ersten Mal auf den Markt kam, war er ein Hit. Kein Wunder, denn ‚Jeder hat an Engel‘ ist alles andere als eine weichgespülte Schlagerballade. Claus Weikel holte für den eingängigen Gitarren-Sound sogar Manuel Lopez an Bord. Der hatte zuvor schon für Howard Carpendale, Helene Fischer und Udo Jürgens, aber auch internationale Größen wie Chaka Khan oder Matt Bianco gearbeitet.
Das Entscheidende aber ist die Botschaft, die „Jeder hat an Engel“ vermittelt: „Auch wenn es Dir mal richtig schlecht geht und das Leben aussichtslos scheint, gib niemals auf! Glaub an Dich und glaub an morgen – und alles wird gut!“ Konnte er damals, als er die Zeilen schrieb, schon ahnen, wie wichtig diese Worte für ihn persönlich sein werden? Dass sie sein Schicksal werden?
Es ist noch nicht lange her, da schlug sein Schicksal gnadenlos zu. „Eine Zufallsdiagnose riss mir den Boden unter den Füßen weg“, erzählt Claus Weikel. „Mein Arzt meinte: ‚Sie sind schwer krank. Wir müssen sofort reagieren.‘ Nur vier Tage später operierten drei Ärzte fast fünf Stunden hochkonzentriert, weil das, was entfernt werden musste, gefährlich nah an lebenswichtigen Nervenbahnen lag.“ Doch der Moderator glaubte – an morgen und sich selbst.
Für Ärzte genauso wie für Freunde und Familie war es schlichtweg ein Rätsel, mit wie viel Optimismus Claus Weikel die OP und alles, was danach kam, durchlief. Auf der Station sorgte er bei schwerstkranken Patienten für ein Lächeln und hielt auch das „Personal“ bei Laune. „Ich bin überzeugt, dass die eigene Einstellung unglaublich wichtig ist, um wieder gesund zu werden.“
Diese positive Einstellung hat ihn durch die „schlimmste Zeit meines Lebens“ gesteuert. Und Claudia, sein „irdischer Engel“. Weikel: „Ohne diese starke Frau an meiner Seite wäre das niemals so zu meistern gewesen.“
Heute sieht er das Leben mit anderen Augen. „Ich habe, und da bin ich dankbar dafür, einen ganz anderen Blick fürs Wesentliche, für wahre Werte und echte Freunde bekommen.“ Und Claus Weikel weiß jetzt auch – „Jeder hat an Engel“.

* Die aktuelle Single von Claus Weikel gibt’s in allen bekannten Downloadshops, z. B. bei Amazon oder Spotify u. v. a.

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

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