Mama, mir ist so langweilig! Kreative Ideen, um kleine Kinder in den eigenen vier Wänden zu beschäftigen

Regensburg – Seit einer Woche sind Schulen und Kitas in Bayern geschlossen. Auch für diejenigen, die nicht unter häuslicher Quarantäne stehen, gilt: Abstand halten. Doch wie sollen Eltern ihre Kinder beschäftigen, wenn die üblichen Freizeitaktivitäten, wie Schwimmbad und Tierpark, nicht zur Verfügung stehen?

Von Claudia Böhm

Die Langeweile ist ein mächtiger Feind: für die Jüngsten, aber auch für ihre Eltern – ob im Homeoffice oder nicht. Mit jedem Tag der Isolation steigt auch der häusliche Stresspegel. Hier stellen wir einige abwechslungsreiche Ideen vor, die für gute Laune und die nötige Bewegung sorgen.

Kinder im Vorschulalter

Der Vorteil in dieser Altersgruppe ist: Spielen ist noch immer das A und O. Der Nachteil: Die Kinder wünschen sich Gesellschaft, und eigenständige Beschäftigung über einen längeren Zeitraum hinweg klappt noch nicht so gut. Zusammen malen oder basteln ist ein toller Zeitvertreib. Wie wäre es mal mit Kartoffeldruck? Oder mit Pustebildern (einen Klecks Wasserfarbe auf ein Malpapier geben, mit Strohhalm verpusten.)? Viele Anregungen, zum Beispiel für einen niedlichen Hund aus Klopapierrollen, gibt es unter www.besserbasteln.de. Auch Memory oder einfache Kartenspiele machen Spaß und sorgen für Austausch zwischen Eltern und Kind. Gummitwist und Zielwerfen mit Papierkugeln oder Tischtennisbällen bringen Bewegung in das Zuhause.
Verbinden Sie das Nützliche mit dem Spieltrieb der Sprösslinge, indem Sie Spielzeug in der Wanne auf Tauchstation gehen lassen. Barbies, Playmobilfiguren & Co. werden sauber, kleine Badezimmermatrosen ebenfalls.

Tipp: Vor dem Schlafengehen zusammen ein Gute-Nacht-Lied singen, eine Geschichte vorlesen oder ein Tier in der kostenlosen App „Die Waldfibel“ kennenlernen.

Schulkinder

Der Bewegungs- und Beschäftigungsdrang der Kinder in diesem Alter ist hoch. Die Gefahr, dass ihnen „die Decke auf den Kopf fällt“ groß. Aktivitäten, um sie abzulenken, können kreativ und lehrreich sein. Bauen Sie einen Barfußpfad in der Wohnung auf. Dazu Kartons oder kleine Wannen mit Zeitungspapierknödeln, Bällen, Wasser, einer Grasfußmatte, Seidenschals etc. auslegen. Geschichklichkeit trainiert das Spiel „Der Boden ist Lava“ – alles außer dem Boden darf berührt werden. Daneben ist es natürlich auch erlaubt, als Zeitvertreib auf digitale Inhalte zurückzugreifen. Der Kinderkanal Kika bietet online viele Anregungen, wie zum Beispiel den TanzTapir, mit dem man einfache Choreografien erlernen kann (www.kika.de/tanzalarm). Auch lehrreiche Buchstabenspiele sorgen für Unterhaltung mit Mehrwert. Kostenlose Lern-Apps, wie die Zebra Schreibtabelle oder ANTON, sorgen dafür, dass Lese- und Schreibkompetenz nicht verloren gehen.
In der realen Welt freuen sich Vorschulkinder, mit den Eltern und Geschwistern zusammen aktiv zu sein. Sie können gemeinsam kochen oder leckere Muffins backen. Ziehen Sie Sprossen aus getrockneten Hülsenfrüchten oder säen Kresse an. Da gibt es jeden Tag einen Fortschritt zu bestaunen. Sie haben ein Haustier? Prima! Lassen Sie ihr/e Kind/er dem Tier täglich eine halbe Stunde ein Kunststück oder einen neuen Befehl beibringen.

Tipp: Bei schönem Wetter Seifenblasen vom Balkon pusten.

Ab der sechsten Klasse

Bei älteren Kindern ist das Handy ein wichtiger Begleiter. Sie können sich schon relativ gut selbst beschäftigen und wissen (theoretisch), dass sie auch in der schulfreien Zeit ihre Bildung nicht komplett vernachlässigen sollten. Falls die Schule kein Lernpaket geschnürt hat, kann man auf das kostenlose Angebot zahlreicher Sender und Webseiten für Kinder und Jugendliche ausweichen (z. B. www.planet-schule.de, www.sofatutor.com). Apps und natürlich YouTube-Videos (z. B. Familien Workout von AOK) animieren zum Tanzen, Springseil-Springen oder Workout mit dem eigenen Körpergewicht. Kreative Herausforderung: einen eigenen Songtext schreiben und damit im Contest gegeneinander antreten.

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

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