Regensburg präsentiert Klassiker des Stummfilms „Die Stadt ohne Juden“ und „Der Golem, und wie er in die Welt kam“

Regensburg – Noch bis Donnerstag, 22. August, findet die Regensburger Stummfilmwoche statt. Die Veranstalter blicken heuer auf das Verhältnis zwischen Juden und Christen.

Die zweite Hälfte der Stummfilmwoche ist im Jüdischen Gemeindezentrum (Am Brixener Hof 2) zu Gast und zeigt am Mittwoch, 21. August, um 20 Uhr, wie Utopia, „Die Stadt ohne Juden“, aussehen könnte. Der gleichnamige Roman und der Film spielen in der aktuellen Zeit, also in den Zwanzigern, und ihnen wird prophetische Weitsicht hinsichtlich der Geschehnisse im Dritten Reich zugeschrieben. Kurz nach der Premiere wurde der Autor des Buches von einem Nationalsozialisten erschossen. Vsevolod Pozdejev am Flügel begleitet diese Satire.
Der letzte Abend am 22. August (20 Uhr) gehört dem bekanntesten Film der Reihe: „Der Golem, und wie er in die Welt kam“. Der mystische Mann aus Lehm wird von Rabbi Loew im Prag des 16. Jahrhunderts zum Leben erweckt, um die jüdische Gemeinde zu beschützen. Das klappt zunächst, aber der künstliche Mensch gerät außer Kontrolle. Der Golem war einer der international größten Erfolge des deutschen Kinos und ist noch heute – nicht nur wegen seiner expressionistischen Bauten – eines der bekanntesten Werke der Stummfilmzeit. Er erzählt von Existenzkampf, Verzweiflung und Hoffnung, eindrucksvoll in die Moderne geholt mit der Live-Musik des Aljoscha-Zimmermann-Ensembles.

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

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