Kultur & Freizeit, Regensburg & Landkreis

„Rückenschonendes Garteln“ in der City liegt derzeit voll im Trend Ein Hoch auf das Hochbeet

Der Garten in der Kiste Foto: Patrizia Tilly/Fotolia.com

Regensburg – Ob auf dem Balkon oder dem heimischen Rasen – das Hochbeet liegt voll im Trend. Insbesondere bei Freizeitgärtnern. Oder bei Senioren. So ist nämlich rückenschonendes Garteln möglich. Das Hochbeet hat aber noch weitere Vorteile, wie das „Grüne Team“ vom Landratsamt Regensburg weiß.

Von Mario Hahn

Gärtnern in Hochbeeten ist mehr als ein amüsanter Gartentrend. Mit Hochbeeten kann man etwas für die Umwelt, für den eigenen Rücken und für das persönliche Gärtnerglück tun. Beim urbanen Gärtnern ermöglichen Hochbeete das Gärtnern auf ansonsten ungeeigneten Flächen, und wer mag, das nötige handwerkliche Geschick und ein wenig Experimentierfreude hat, kann beim Hochbeetbau und bei der Bepflanzung mit Kräutern, Gemüse und Blumen seine Kreativität ausleben.
Deshalb rät auch Thorsten Mierswa vom „Grünen Team“, sich ruhig mal mit dem Bau eines Hochbeetes auseinanderzusetzen. „Positive Eigenschaften, wie das ‚erhöhte Arbeiten‘, früherer Kulturbeginn durch die schnellere Erwärmung der Anbaufläche, weniger Samenunkraut usw. sind nicht von der Hand zu weisen“, betont der Experte.
Wer sich ein Hochbeet zulegen möchte, kommt an der Materialfrage nicht vorbei. Der Klassiker ist aus Holz. Heutzutage gibt es aber unterschiedlichste Varianten. „Hochbeete können aus den verschiedensten Natursteinen, Klinker, Betonformsteinen, Cortenstahl, Steinkörben (Gabionen), verzinkten Badewannen, Paletten und Kunststoff gebaut werden“, weiß Mierswa.
Das „Grüne Team“ hat am Landratsamt auch eigene Erfahrungen gemacht. So bewerten die Experten Hochbeete mit einem Doppelstabgitterzaun äußerst positiv. „Wichtig ist nur, dass bei weichen, elastischen Materialien die Seitenwände verstrebt werden müssen“, sagt Mierswa. Um die Seitenwände vor der feuchten Erde und deren Auswirkungen zu schützen, verkleide man sie innen mit Folie, Noppenfolie oder ähnlichem wasserabweisenden Material.
Der Innenaufbau variiere inzwischen stark von dem klassischen Hochbeet-Aufbau, bei dem mit Rasensoden, Astmaterial, Grob- und Feinkompost gearbeitet werde. „Der ‚moderne‘ Aufbau eines Hochbeetes heutzutage sieht vor, dass man den unteren Bereich bis zu zwei Drittel mit Schüttgut (Sand, Splitt, Kies, Schotter usw.) auffüllt. Das Material muss wasserdurchlässig sein. Erst das restliche Drittel wird mit anstehender Gartenerde ergänzt und mit Kompost veredelt“, erklärt Mierswa.
Ist das Hochbeet gebaut, kann‘s sofort losgehen. Erfahrungen zeigen: W er ein erhöhtes Beet bewirtschaftet, kann mit einer früheren Ernte rechnen. Im Frühjahr erwärmt sich die Erde im Hochbeet wesentlich schneller als im herkömmlichen Gartenbeet. Bedingt durch die seitliche Erwärmung wird es nötig sein, im Sommer die Kulturen öfter mit Wasser zu versorgen“, informiert der Experte vom „Grünen Team“. Das steht bei Fragen unter Telefon 0941/4009-361, -362, -619 zur Verfügung.

Das “Grüne Team” vom Landratsamt Regensburg
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