Vom Big Apple zurück in seine Heimat Tobias Meinhart hat New York erobert. Nun gastiert der Jazzstar in Wörth an der Donau

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Wörth a. d. Donau – Wer es ernsthaft wissen will, als Jazzmusiker, der muss sich im Big Apple beweisen. Mit seinem Saxofonkoffer unterm Arm wagte er den Aufstieg auf den Olymp. 2012 war das, heute ist Tobias Meinhart ein gefragter Mann in der New Yorker Szene. Am Sonntag ist der Wörther zu Gast in seiner Heimat.

Von Mario Hahn

Als Bub Schlagzeug, ab 13 Jahren dann Saxofon. Inspiriert wurde er vom Großvater, einem klassisch ausgebildeten Bassisten, der nach dem Zweiten Weltkrieg in vielen Clubs der US-Armee Jazz zu spielen begann. Dieser frühe und intime Umgang mit der Musik hatte einen tiefen Einfluss auf den jungen Tobias. Er wurde immer besser, perfektionierte seine Fähigkeiten und gewann bald den ersten Preis beim deutschen Jugend-Jazzt-Wettbewerb.

Es folgte das Studium an der Musikakademie Basel in der Schweiz, wo ihm der renommierte Saxofonist Domenic Landolf als Mentor diente. Anschließend ging er an das Conservatorium van Amsterdam und an die Hochschule der Künste Bern, um bei Ferdinand Povel und Andy Scherrer zu studieren.

Schon während seines Studiums erregte Tobias Meinhart die Aufmerksamkeit von Kritikern und Publikum in ganz Europa. Seine Band gewann zahlreiche Preis. Bereits mit mehr realer Erfahrung ausgestattet, als viele Musiker nach dem Abitur haben, schloss er sein Studium mit Auszeichnung ab und erhielt im selben Jahr, in dem er den Preis bei Getxo gewann, ein Diplom in Jazz Performance und Musikpädagogik.

Kurz nach seinem Abschluss zog Tobias Meinhart nach New York City, dem wahren Jazz-Mekka, auch wenn bekanntlich der Jazz vor gut 100 Jahren in New Orleans entstand. Doch damals, 1917, als die USA in den Ersten Weltkrieg eintraten, schlossen die amerikanischen Bundesbehörden das dortige Vergnügungsviertel Storyville und Jazz zog aus von New Orleans und bald ein in New York City.

Seit vielen Jahren lebt Tobias Meinhart den Traum von vielen Musikern – das Jazzleben von New York City hautnah zu erleben. In der US-Metropole hat sich der Saxofonist als feste Größe etabliert und spielt regelmäßig in den angesagten Clubs, wie dem legendären Blue Note, der 55Bar oder Birdland. Im Big Apple wurde ihm auch bewusst, dass seine deutschen Wurzeln für seine musikalische Identität von zentraler Bedeutung sind.

Am Sonntag (4. Juli, 19 Uhr) präsentieren Tobias Meinhart und Band das Album „Berlin People“. Das Open-Air-Konzert im Wörther Pschornhof findet im Rahmen der landkreisweiten kulturellen Veranstaltungsreihe „Kultur schafft Begegnung“ statt. Das Konzert beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei, es wird aber um Anmeldung unter Tel.: 09482/940-30 oder k-i-w.de gebeten.

Jubiläumsmotto: Kehr mich nicht unter den Teppich!

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