Zwischen Provinz und Metropole Regensburger Stummfilmwoche von 11. bis 16. August in der FilmGalerie im Leeren Beutel

Trotz Corona-Krise findet die 38. Regensburger Stummfilmwoche statt. Die Gäste erwartet von 11. bis 16. August wieder hochkarätige Live-Musik und ein Mix aus Klassikern und unbekannten Perlen der Filmgeschichte.

Von Mario Hahn

Die einzige Änderung besteht darin, dass heuer kein großes Open-Air vor den eleganten Arkaden des Thon-Dittmer-Palais veranstaltet wird, sondern die Stummfilmwoche die Intimität der FilmGalerie im Leeren Beutel (Bertoldstraße 9) vorzieht, in der die Hygieneregeln eingeübt sein werden.

Das Programm 2020 ist eingebettet in das städtische Jahresthema „Provinz – Stadt – Metropole“ – ein Dreiklang, der dazu anregt, besondere Werke in Beziehung zu setzen. Neben den Stammmusikern des Aljoscha-Zimmermann-Ensembles und Vsevolod Pozdejev ist heuer der versierte Pianist Martin Rohrmeier mit an Bord. Kartenvorverkauf unter www.stummfilmwoche.de. Wenige Restkarten gibt es noch an der Abendkasse.

„City Girl“

Foto: Park Circus

In „City Girl“ von F. W. Murnau aus dem Jahr 1930 wird der junge naive Farmer Lem aus Minnesota vom strengen Vater zum ersten Mal nach Chicago geschickt, um die jährliche Ernte zu verkaufen. Er ist fasziniert von der Großstadt – und der flippigen Kellnerin Kate. Diese sehnt sich aus ihrem stressigen Job im Schnellrestaurant nach einem ruhigen Leben auf dem Lande. Die beiden verlieben sich und heiraten vor der Rückkehr auf die Weizenfarm. Der Empfang ist frostig… „City Girl“ wird am 12. und 15. August gezeigt.

„Sunrise – A Song of Two Humans“

Foto Park Circus

In „Sunrise – A Song of Two Humans“ von F. W. Murnau aus dem Jahr 1927 geht es um Grundsätzliches zwischen drei Personen – „den Mann“, „die Frau“ und „die Frau aus der Stadt“. Der Mann vom Land trifft den Vamp aus der Großstadt. Die Mondäne verführt ihn. Das Glitzern der Metropole und die Frau locken. Und sie verlangt, dass er sein altes Leben – die Familie und die Farm – zurücklässt und mit ihr kommt. Wie weit wird er gehen? Gezeigt wird der Film am 11. und 14. August.

„Eine tolle Nacht“

Foto: ZDF/DFF

Ein Insektenpulverfabrikant aus Essig an der Gurk wird von seinen Sportkumpanen nach Berlin geschickt. Er soll sich wegen seiner Aufschneidereien in einem Show-Ringkampf im Varieté beweisen. Er gerät in den Strudel des Sündenbabels und erlebt „Eine tolle Nacht“ Dabei ist Berlin der Star der rasanten Komödie, wir bekommen interessante Einblicke ins originale Babylon Berlin.
„Eine tolle Nacht“ von Richard Oswald von 1927 ist am 13. und 16. August bei der Stummfilmwoche zu sehen.

Claudia Böhm

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