Die neue Oberbürgermeisterin von Regensburg im Blizz-Interview Gertrud Maltz-Schwarzfischer: "Ich hoffe, dass das öffentliche Leben bald wieder hochgefahren werden kann."

Regensburg – Sie ist derzeit eine gefragte Frau: Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Für den Blizz nahm sich die neu gewählte Oberbürgermeisterin der Stadt Regensburg dennoch Zeit für ein Interview mit Redakteur Mario Hahn – in Corona-Zeiten natürlich digital.

 

Mario Hahn: Herzlichen Glückwunsch zur Wahl als Oberbürgermeisterin der Stadt Regensburg. Der gesamte Wahlkampf war spannend bis zum Schluss. Im Augenblick der Bekanntgabe: Was haben Sie gedacht? Wie haben Sie sich gefühlt?

Gertrud Maltz-Schwarzfischer: Regensburg hat’s ja wirklich spannend gemacht. Nach der langen Wartezeit ist mir im Augenblick der Bekanntgabe ein Stein vom Herzen gefallen.

In der Stichwahl standen Sie und Astrid Freudenstein sich als direkte Konkurrentinnen gegenüber. Wie wird sich das auf den künftigen Umgang miteinander auswirken?

Ich habe mit Frau  Dr. Freudenstein ein unkompliziertes kollegiales Verhältnis. Das wird sich nicht ändern.

Eine der elementarsten Aufgaben als OB ist, „den Laden am Laufen“ zu halten. Sprich: Die Stadt muss Geld einnehmen. Nun aber wurden die Ausgangsbeschränkungen verlängert. Vieles bleibt weiterhin geschlossen. Was passiert, sollte das öffentliche Leben nicht bald wieder hochfahren?

Die Stadt Regensburg muss, wie viele andere Kommunen auch,  mit deutlichen Rückgängen bei der Gewerbesteuer rechnen. Aber auch im Sinne unserer offenen, lebendigen Stadtgesellschaft und aller Menschen in Regensburg hoffe ich sehr, dass das öffentliche Leben bald wieder hochgefahren werden kann und der Gesundheitsschutz für besonders gefährdete Menschen trotzdem gewährleistet werden kann.

Noch andere drängende Probleme belasten Regensburg. Welches sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen und wie wollen Sie diese meistern?

Neben der wirtschaftlichen Herausforderung sind die brennendsten Themen nach wie vor bezahlbares Wohnen, Verkehrswende, Bildung und Kinderbetreuung, Umweltschutz und sozialer Zusammenhalt.

Im Stadtrat sind ab 1. Mai zwölf unterschiedliche politische Ansichten vertreten. Mit welcher Partei könnten Sie sich unter gewissen Voraussetzungen eine Koalition vorstellen?

Die anstehenden Gespräche mit allen Parteien und Gruppierungen, außer mit der AfD, werden zeigen, wo die größten inhaltlichen Überschneidungen liegen und welche Kompromisse auch möglich sind. Diesen Gesprächen möchte ich nicht vorgreifen.

Wenn wir uns im April 2021 wieder unterhalten und ich Sie dann fragen werde: „Wie war das erste Jahr als Oberbürgermeisterin?“, welche Antwort erhoffen Sie sich, geben zu können?

Es war mit Sicherheit ein sehr herausforderndes Jahr. Ich hoffe sehr, dass dann ein Impfschutz vor der Infektion mit Corona-Viren gefunden ist.  Und ich hoffe, dass ich Ihnen antworten kann, dass Regensburg gut durch die Krise gekommen ist und zuversichtlich in die Zukunft blicken kann.

Liebe Frau Maltz-Schwarzfischer, ich danke Ihnen für Ihre Zeit.

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

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