Kein schnelles Internet an Bayerns Schulen SPD-Landtagsabgeordnete Margit Wild: „So kann Homeschooling nicht funktionieren“

Regensburg – Die Staatsregierung will den „Digital-Turbo“ einlegen. Das ist dringend notwendig. Wie eine SPD-Anfrage jetzt ergab, hat nur die Hälfte der Schulen im Freistaat ein schnelles Internet. „So kann Homeschooling nicht funktionieren“, sagt die Regensburger MdL Margit Wild.

Von Mario Hahn

Knapp eine halbe Milliarde Euro pro Jahr zusätzlich will Ministerpräsident Söder (CSU) in der laufenden Legislaturperiode in die Digitalisierung von Schule und Unterricht stecken. Ziel ist es, bis 2024 digital fit zu sein.
Eine Herkulesaufgabe, wie eine Anfrage der bildungspolitischen Sprecherin Margit Wild (SPD) ergeben hat.

SPD-Politikerin Margit Wild aus Regensburg. Foto: Archiv

Demnach haben von den 6.022 Schulen in Bayern nur 3.083 eine Internetverbindung, die schneller als 16 Mbit/s ist. 45 Schulen haben überhaupt keinen Internetanschluss, 783 eine Verbindung, die maximal 6 Mbit/s schnell ist.

„Die meisten privaten Haushalte haben deutlich schnellere Internetverbindungen als unsere Schulen“, erklärt Wild. „Das wissen wir zwar schon lange, aber dass die Zahlen dermaßen schlecht sind, überrascht dann doch.“ Insbesondere angesichts der Corona-Pandemie sei dies ein erschreckender Befund, so die Regensburgerin. Die durchschnittliche Internetgeschwindigkeit in Bayern liegt bei knapp 23 Mbit/s, in den Städten liegt sie oftmals deutlich höher.

Die SPD wirft der Staatsregierung Untätigkeit vor. Diese habe im März 2019 den bayerischen Digitalpakt auslaufen lassen und Investitionen des Bundes von 774 Millionen Euro für die Ausstattung der Schulen wochenlang hinausgezögert, sagt SPD-Fraktionschef Horst Arnold. Und die Regensburger SPD-Frau Margit Wild ist sich sicher: „So kann Homeschooling und digitale Bildung nicht funktionieren.“

Claudia Böhm

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