„ÖPNV soll in die Mitte der Gesellschaft rücken“ CSU Regensburg-Land präsentiert in Donaustauf „Zukunftsstrategie 2020-2026“

Donaustauf – „Tradition leben – Zukunft gestalten“ – unter dieser Überschrift präsentierten CSU-Landratskandidat Rainer Mißlbeck und die geeint auftretende Regenburger Land-CSU das Programm zum und nach dem Kommunalwahlkampf im März. „Die CSU, das ist nicht Einer, da stehen viele dahinter“, unterstrich der 48-jährige Unternehmer aus Wenzenbach die breite Basis der am Samstag einstimmig bei einer Klausurtagung in Eilsbrunn beschlossenen „Zukunftsstrategie“. Mensch, Mobilität, Mehrwert und Miteinander finden sich – klar gegliedert in 13 Schwerpunkte – aus verschiedenen Blickwinkeln in dem 22-seitigen Grundsatzpapier, das am Montagmittag in einer Pressekonferenz in Donaustauf präsentiert wurde.

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Rainer Mißlbeck: Verkehr – Umdenken und umsteigen

 

„Der ÖPNV soll in die Mitte der Gesellschaft rücken“, forderte Mißlbeck ganz klar zu einem Stadt- und Landkreis-Grenzen übergreifenden Verkehrskonzept auf. Zu- und Umsteigezentren, große Parkplätze mit zusätzlichen Serviceleistungen und gut getaktete Busanbindungen sowie die Wiedereröffnung still gelegter Bahnhöfe sollen nach den Plänen der CSU so attraktiv gestaltet werden, dass, so Mißlbeck, Berufseinpendler, aber auch der Individualverkehr beispielsweise am Wochenende gerne auf das Auto für den Weg in die Stadt verzichten. Zukunft heiße aber auch, dass die Sanierung sowie eine dritte Röhre des Pfaffensteiner Tunnels ebenso diskutiert und planerisch beschleunigt werden müssten wie eine weitere Donauquerung westlich von Pfaffenstein.

 

Peter Aumer: „Wir sind eine starke Mannschaft“

 

„Mobilität und Wohnen sind die beiden Themen, die im BayernTrend ganz oben stehen“, erklärte CSU-Kreisvorsitzender Peter Aumer. „Wir haben ganz bewusst geschaut, dass wir einen Kandidaten für die Landratswahl finden, der brennt, der diese Themen anpackt.“ Aumer rückte in diesem Zusammenhang die mögliche Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft in den Fokus, „in welcher der Landkreis im Rahmen seiner Möglichkeiten gemeinsam mit den Gemeinden Wohnraum entwickelt.“ Von 2008 bis 2018 sei der Landkreis um 30.000 Mitbürgerinnen und Mitbürger auf rund 192.000 Menschen in den 41 Gemeinden gewachsen. Angesichts dieser Herausforderungen „sehe ich die große Funktion eines Landrates darin, dass er moderiert und die Leute zusammenbringt“, so Rainer Mißlbeck aus seiner Erfahrung als selbstständiger Unternehmer und Kommunalpolitiker.

 

Herausforderungen für einen starken, lebenswerten Landkreis Regensburg

 

Ein Drittel des Bruttoinlandsproduktes in der Region von 18 Milliarden entfalle, so Mißlbeck auf den Landkreis. „Wir haben Geld, wir haben Möglichkeiten, wir haben ein hohes Bildungsniveau“, so Mißlbeck, „warum soll der Landkreis nicht auch ein Gründer- und Technologiezentrum bekommen?“ Die Themen Wirtschaft, Digitalisierung, Vernetzung der Wissenschaft, Verbesserung der Bildungschancen finden sich im Grundsatzpapier, das auf einer Mitgliederbefragung basiert und von Arbeitskreisen in einer zweitägigen Klausurtagung entwickelt wurde, ebenso wieder wie die Themen Land- und Forstwirtschaft, Natur- und Klimaschutz. „Ich glaube, dass sich auch Landwirte und Senioren in unserem Konzept wiederfinden“, setzt  Kandidat Rainer Mißlbeck auf einen breiten Konsens, auf „mehr Miteinander für eine starke Region sowie auf einen kinder- und familienfreundlichen Landkreis, in dem eine Gesundheits- und Pflegeversorgung auf höchstem Niveau anliegt.“

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

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