Regensburgs Bürgermeister sind komplett Stadtspitze mit Freudenstein und Artinger wieder „100 Prozent arbeitsfähig“

Regensburg – Das Regierungsbündnis ist gebildet, die Koalitionsvereinbarung steht, die Oberbürgermeisterin ist vereidigt: Jetzt kann die Regensburger Stadtpolitik wieder loslegen. Insbesondere Gertrud Maltz-Schwarzfischer ist froh, nach den „herausfordernden Zeiten“ der letzten drei Jahre eine vollständige Führungsriege um sich zu haben. Auch wenn den „Neuen“ der Abschied von ihren bisherigen Posten schwerfällt.

Von Claudia Böhm

Pünktlich um 8 Uhr am Montagmorgen traten die beiden neuen Bürgermeister, Dr. Astrid Freudenstein (CSU) und Ludwig Artinger (Freie Wähler), ihre Ämter im Alten Rathaus an. Zur Begrüßung gab es von den Mitarbeitern selbst gebastelte Schultüten mit Lineal und Radiergummi.

Freudenstein und Artinger treten neues Amt an

Ein freundlicher Empfang, der vor allem Astrid Freudenstein ein Trost gewesen sein dürfte. Vor ihrem Einzug ins Alte Rathaus, wo sie zukünftig für Soziales und Sport zuständig ist, gehörte sie im Bundestag dem Ausschuss für Arbeit und Soziales an. Das einsilbige „Ja“ auf die Frage, ob ihr der Abschied aus Berlin schwergefallen sei, verriet mehr als viele Worte.

Ludwig Artinger erhält Blumen von Amtsvorgänger Jürgen Huber
Ludwig Artinger bei der informellen Amtsübergabe durch Jürgen Huber

Auch Ludwig Artinger hat in den letzten 35 Jahren seinen Beruf als Richter und Staatsanwalt in der bayerischen Justiz „mit Leib und Seele gelebt“. Nun treten für ihn die Herausforderungen im Amt des Umweltbürgermeisters an erste Stelle. Als Jurist sei er es gewohnt, sich in kurzer Zeit in ein neues Thema einzuarbeiten, versicherte der 63-Jährige. Vielleicht hat ihm sein Vorgänger Jürgen Huber bei der informellen Amtsübergabe am Dienstag ein paar Tipps mit auf den Weg gegeben.

Schwerpunkte müssen erst gesetzt werden

Angesichts der wegen der Corona-Krise prekären Finanzlage dürften Perspektiven für die lokale Wirtschaft eine vorrangige Angelegenheit sein. Eine „zukunftsgerichtete Priorisierung“ der „ambitionierten Zukunftsvisionen“ hält auch IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes für geboten.

Mit welchen Themen sich die Stadtspitze beschäftigen werde, sei im Koalitionsvertrag festgeschrieben, erklärte die Oberbürgermeisterin. In welcher Reihenfolge man die Themen angehe, werde innerhalb der Koalition besprochen.


IHK: Weichen für Regensburgs Zukunft stellen
IHK Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes
IHK Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes. Foto: Julia Knorr

Die IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim begrüßt die Einigung der Koalitionspartner. „Jetzt gilt es, die Weichen für Regensburgs Zukunft zu stellen und die Attraktivität der Region als internationaler Wirtschafts-, Wissenschafts- und Lebensstandort zu erhalten und weiter auszubauen“, betont IHK-Präsident Michael Matt.

IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes zeigt sich zufrieden, dass sich viele IHK-Positionen in der Koalitionsvereinbarung wiederfinden: „Eine engere interkommunale Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis, ein Zukunftskonzept für bessere Mobilität, Ausbau des ÖPNV und Digitalisierung – das sind seit Jahren Kernthemen der regionalen Wirtschaft.“

Claudia Böhm

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