Ratgeber

DEKRA rät: Bei Unwetterwarnung keine Risiken eingehen

Extreme Wetterlagen häufen sich. Es lohnt sich die Wetter-App im Auge zu behalten und die Fahrt notfalls zu verschieben bis sich das Wetter wieder beruhigt hat Foto: DEKRA

Vorsicht statt Mutprobe

Regensburg – Autofahrer müssen sich zunehmend auf extreme Wetterlagen einstellen. Wer nicht aufpasst, kann schnell in hochgefährliche Situationen geraten, warnen die Sachverständigen von DEKRA. Sie empfehlen, Unwetterwarnungen ernst zu nehmen und Fahrten notfalls zu verschieben, bis das Schlimmste vorüber ist.

„Ist in einer Region mit Unwettern zurechnen, empfiehlt es sich, den Wetterbericht zu verfolgen und notfalls zu Hause oder im Büro zu bleiben, bis sich die Lage wieder entspannt hat“, sagt DEKRA Unfallforscher Walter Niewöhner. „Es lohnt sich nicht, für ein paar Stunden Zeitgewinn unkalkulierbare Risiken einzugehen und unter Umständen sein Leben aufs Spiel zu setzen.“

Im Notfall abwarten, bis das Schlimmste vorüber ist

Wer unterwegs von Sturm und Starkregen überrascht wird, tut gut daran, einen geschützten Platz aufzusuchen und abzuwarten, bis die Wetterfront weitergezogen ist. In der Regel ist es bei Extremwetter besser, im Auto zu bleiben, denn Personen sind hier besser vor Regen, Sturm, Hagel und Blitz geschützt als im Freien. Allerdings sollte man die direkte Nähe von Bäumen meiden, die abknicken und aufs Auto fallen können. In der Nähe von Häusern ist mit herabfallenden Dachziegeln, hochgewirbelten Gegenständen oder abgerissenen Äste zu rechnen.

Bei Starkregen ist es ratsam, eine etwas höher gelegene Stelle aufzusuchen, die vor Überflutung geschützt ist. Wer an einem abschüssigen Weg Schutz sucht, muss darauf achten, ob dieser sich bei starken Niederschlägen nicht womöglich in einen reißenden Sturzbach verwandelt. „Bei Unwetter ist es unerlässlich, die Umgebung im Blick zu behalten“, sagt der Experte.

Gerät man während der Fahrt in ein Starkregengebiet, kann innerhalb von Sekunden die Sicht auf wenige Meter zurückgehen. „Bleiben Sie in solchen Situationen ruhig. Vermeiden Sie hektisches Bremsen oder Lenken und fahren Sie möglichst gleichmäßig weiter, sonst besteht die Gefahr, dass nachfolgende Fahrzeuge auffahren“, so Niewöhner. Wichtig ist außerdem, bei Regen immer das Abblendlicht einzuschalten. (DEKRA)

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