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Ratgeber, Regensburg & Landkreis

Universitätsklinikum Regensburg erklär richtiges Händewaschen kinderleicht Das Einmaleins der Hygiene

Hygienefachkraft Josef Hartenberger nimmt eine Abklatschprobe von der Hand, um Bakterienkulturen sichtbar zu machen. Foto: UKR/Martin Meyer

Regensburg – Wie wasche ich meine Hände richtig? Wie verbreiten sich Bakterien und was kann ich dagegen tun? Krankenhaushygieniker des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) nahmen sich Zeit und erklärten den Kindergartenkindern von St. Wolfgang aus Regensburg Kumpfmühl-Ziegetsdorf spielerisch, wie man mit einfachen Hygienemaßnahmen gesund bleiben kann.

Früh übt sich und was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Umso wichtiger ist es, Kinder von klein auf an bestimmte Regeln und Verhaltensmuster zu gewöhnen. Weil das auch die UKR-Hygieneexperten wissen, besuchen sie regelmäßig Kindergartenkinder und geben ihnen das kleine Einmaleins der Hygiene an die Hand. „Wir gehen die ganze Sache spielerisch an, weil es so für die Kinder am ehesten verständlich ist“, erklärte Professor Dr. Wulf Schneider, Professor für Krankenhaushygiene am UKR, zum Besuch im Regensburger Kindergarten St. Wolfgang. Die Fragen: Wie verteilen sich Bakterien und Viren und was kann man dagegen tun? standen dabei im Mittelpunkt.

Zur Beantwortung nutzen die Experten zum Beispiel einen millionenfach vergrößerten Rhinovirus in Kuscheltierform. Anhand des durch die Experten bewusst eingeschleppten Erregers vermitteln die Hygienefachkräfte den Kindern, wie sie sich und ihre Familien vor Krankheitserregern wie dem Rhinovirus schützen können. „Nehmen die Infekte nicht überhand, dann trainieren sie sogar das Immunsystem der Kinder. Etwas schwieriger ist es, wenn Bakterien, Viren oder Parasiten auf Familienmitglieder oder andere Kinder übertragen werden.“, so Hygienefachkraft Josef Hartenberger.

Zwischen Stofftier-Mikroben und echtem Virus

Die heutige Hygienestunde bei den Vorschülern im Alter von fünf bis sechs Jahren erfolgte kindgerecht: Neben dem Rhinovirus hatten die Hygieneexperten den Norovirus, die Grippe, Halsschmerzen und Husten als Anschauungsmaterial im Gepäck. Natürlich alles im Stofftiermodell und ohne jegliche Ansteckungsgefahr.
Besonders anschaulich für die Kinder war die Darstellung, wie sich Bakterien beim Husten oder Niesen im Raum bewegen und an Kleidung oder Nahrungsmitteln haften bleiben. Zudem erklärten die Experten, dass es für sich selbst und die Umwelt besser ist, nicht in die Handfläche zu niesen, sondern lieber in die Armbeuge, da man so beim Greifen und Anfassen diese Bakterien nicht verteilen kann.

Händewaschen ist nicht gleich Händewaschen

„Wir wollen den Kindern vermitteln, dass Bakterien ein ganz natürlicher Teil unserer Umwelt sind, vor dem man sich nicht zu ekeln braucht und dem man auch nicht mit übertriebener Hygiene begegnen muss. Gleichzeitig kann aber jedes Kind die Verbreitung von Krankheitserregern vermindern“, erklärt Martina Ischar.
Für den Hausgebrauch reicht jedoch auch ein gründliches Händewaschen. Denn was zuerst nur an den Händen klebt, findet sich bald an Spielzeugen, Kleidung oder am Pausenbrot wieder. „Händewaschen ist nicht gleich Händewaschen – das möchten wir den Kindern beibringen. Am wichtigsten ist das gründliche, lange Einseifen der Hände, sowie der Fingerzwischenräume und der Fingerspitzen. Das sollte ca. eine halbe Minute dauern. Da für Kinder eine halbe Minute sehr lang sein kann, lässt sich diese prima mit dem Händewaschlied überbrücken“, nennt Hartenberger eine der wichtigsten Hygienemaßnahme zur Infektionsprävention. Um den Kindern zu zeigen, wie sich Bakterien auf ihren Händen entwickeln, haben die Hygiene-Experten Abklatschproben von deren Händen genommen, sodass bei einem Folgetermin die darauf entstandenen Bakterienkulturen sichtbar gemacht werden können.

Besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist der Kindergartenleitung, dass sich erkrankte Kinder unbedingt zu Hause auskurieren und nicht verfrüht wieder in den Kindergarten kommen, um die übrigen Kinder vor einer möglichen Ansteckung zu schützen.

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