Vorsicht vor Fahrrad-Dieben Was tun, wenn es doch weg ist?

Knapp 300.000 Fahrräder wurden im vergangenen Jahr deutschlandweit als gestohlen gemeldet. Regensburg als „Fahrrad-Stadt“ ist besonders betroffen. Doch mit den richtigen Methoden kann man sich schützen.

Fahrraddiebstahl

„Schon ganz einfache Mittel reichen, um Fahrräder vor Langfingern zu schützen: Ein stabiles und ausreichend großes Schloss, mit dem das Rad zum Beispiel an einem Fahrradständer fest angeschlossen werden kann, ist essenziell“, sagt Dr. Stefanie Hinz, Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Nur das Vorder- und Hinterrad zu blockieren, reiche dagegen als Schutz nicht aus, so Hinz: „Diebe können blockierte Räder mühelos wegtragen oder verladen.“

Was tun bei Diebstahl?

Wurde ein Rad gestohlen, ist es wichtig, dass der Besitzer der Polizei die individuellen Daten des Rads, z. B. Rahmen- oder Codiernummer nennen kann. Nur so kann die Polizei das Rad, sollte es aufgefunden werden, dem rechtmäßigen Eigentümer zuordnen. Am besten notieren Radbesitzer diese Daten in einem Fahrradpass. (siehe Link)

Zeigen Sie den Diebstahl auch bei der Versicherung an. Hierfür wird die Anzeige bei der Polizei als Beweis, dass ein Diebstahl vorliegt, benötigt. Außerdem muss der Kaufbeleg vorgelegt werden, um die Eigentümerschaft des gestohlenen Rades nachzuweisen. Auch ein Fahrradpass mit der Rahmennummer, Angaben zum Modell usw. kann in diesem Fall gemeinsam mit dem Kaufbeleg sowie einem Foto für Versicherungszwecke wichtig sein. Er reicht jedoch nicht als Eigentumsnachweis.

Mehr Infos und einen polizeilichen Fahrradpass zum Ausdrucken und Ausfüllen gibt es >> HIER.

Tipps zum Schutz vor Diebstahl

  • stabile Ketten-, Bügel- oder Faltschlösser mit massivem Schließsystem aus hochwertigem Material nutzen
  • Fahrrad immer mit dem Rahmen, Vorder- und Hinterrad an einem fest verankerten Gegenstand an- (z. B. Fahrradständer, Laternenpfahl) oder mit anderen Rädern zusammenschließen.
  • Beim Abstellen von E-Bikes wertvolle Zubehörteile wie den Akku und das Display mitnehmen oder diese mit einem zusätzlichen stabilen Schloss sichern.
  • Rad besser nicht in dunklen Ecken, auf einsamen Plätzen oder in schlecht einsehbaren Straßen abstellen. Auch Öffentlichkeit schützt vor Diebstahl.
  • Rahmennummer, Marke und Typ des Fahrrads in einem Fahrradpass notieren und ein aktuelles Foto des Rads dazulegen. Digitale Alternative: die kostenlose FAHRRADPASS-App (gibt es im App Store und Google Play Store )
  • Darauf achten, dass am Fahrrad eine Individualkennzeichnung (zum Beispiel Rahmennummer) angebracht ist.

Claudia Böhm

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