Was ist Kurzarbeit? Blizzgescheit mit Blizzi

Viele Unternehmen melden aktuell Kurzarbeit an. Laut Ifo-Institut erwarten 25,6 Prozent aller Firmen in den kommenden drei Monaten Kurzarbeit.

Kurzarbeit – was ist das?

Mit Kurzarbeit können Betriebe Krisenzeiten wie die Corona-Pandemie wirtschaftlich überbrücken. Beschäftigte arbeiten weniger Stunden, als gewöhnlich in ihrem Arbeitsvertrag festgelegt. Für Arbeitnehmer kann das in erster Linie herbe Gehaltseinbußen bedeuten. Überdurchschnittlich betroffen sind die Schlüsselbranchen Automobile (41 Prozent), Maschinenbau (33 Prozent) und Elektro (32 Prozent).

Wie kann ein Unternehmen Kurzarbeit beantragen?

Der Arbeitgeber kann Kurzarbeit anmelden, wenn der Arbeitsausfall unvermeidbar ist und der Betrieb alles getan hat, um ihn zu vermindern oder zu beheben. Dazu zählt auch, dass Arbeitnehmer ihre Überstunden und Zeitguthaben abfeiern müssen. Wenn zehn Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als zehn Prozent haben, können Betriebe rückwirkend zum 1. März 2020 Kurzarbeitergeld nutzen. Dazu muss die Kurzarbeit als erstes bei der Agentur für Arbeit angezeigt werden. Erst dann kann man sie beantragen.

Infos und Formulare auf www.arbeits agentur.de/kurzarbeit.

Wie hoch ist das Kurzarbeitergeld?

Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, zahlt die Agentur für Arbeit ein Kurzarbeitergeld. Das entspricht ungefähr dem Arbeitslosengeld – wird aber vom Betrieb gezahlt, der das Geld von der Arbeitsagentur erstattet bekommt. Die schlechte Auftragslage wird damit überbrückt und Entlassungen können vermieden werden. Das Kurzarbeitergeld beträgt 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns. Arbeitnehmer, die mindestens 0,5 Kinder auf der Lohnsteuerkarte eingetragen haben, bekommen 67 Prozent des Nettolohns. Gezahlt wird das Kurzarbeitergeld für maximal zwölf Monate.

Eine Tabelle zur Berechnung des Kurzarbeitergeldes gibt es >> HIER.

Claudia Böhm

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