Als ehrenamtliche Helferin auf der Kinder- und Jugendfarm im Regensburger Norden motiviert sich Friederike Langhammer selbst „Ein Danke erwarte ich nicht“

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Regensburg – Die Kinder- und Jugendfarm im Norden Regensburgs ist ein Ort für Mensch und Tier. Und sie ist eine Einrichtung, die ohne die Hilfe engagierter Freiwilliger so nicht existieren könnte. Friederike Langhammer, die im Vorstand des Trägervereins ist, hat mit Blizz über ihre Auffassung von Ehrenamt gesprochen.

Von Claudia Böhm

Jeden Mittwoch ist die Kinder- und Jugendfarm in der Taunusstraße 5 für Kinder ab sieben Jahren und samstags für Familien geöffnet. „Offener Betrieb“ also, den die fleißigen Helfer während unseres Besuchs vorbereiten. Da werden Ziegenställe ausgemistet, Kaninchenlöcher zugeschüttet und Kräuterbuschen gebunden, die die Kinder später an die Tiere verfüttern dürfen. Mittendrin ist Friederike Langhammer, eine Helferin der ersten Stunde und seit fast zwanzig Jahren fester Bestandteil der Jugendfarm.

Ehrenamt war für die Familie schon immer selbstverständlich

Friederike Langhammer war die erste hauptamtliche Mitarbeiterin und ist heute, als Mutter zweier Kinder, immer noch ehrenamtlich tätig. Sie übernimmt die unterschiedlichsten Aufgaben. „Allein der morgendliche Tierdienst dauert eineinhalb Stunden“, gibt sie zu. „Wenn die Mitarbeiter Urlaub haben, komme ich öfter.“ 

Sich für Menschen und in der Gemeinde zu engagieren war für sie schon immer selbstverständlich. Neben der Vorstandschaft in der Jugendfarm bekleidet Friederike Langhammer auch ein Ehrenamt im Kindergartenverein St. Lukas und in der Lukaskirche.

Geld bekommt sie dafür nicht. Meistens nicht einmal Anerkennung oder gar Dank. „So ist eben die Realität. Wenn einer darauf wartet, dass man Danke zu ihm sagt, ist er im Ehrenamt fehl am Platz.“ Die Helferin findet es schade, dass immer weniger Menschen sich langfristig für eine Sache einsetzen. Für sie selbst war es seit jeher ein Traum, für die Kinder- und Jugendfarm zu arbeiten. „Immer ist ein zu großes Wort, aber ich kann mir schon vorstellen, das noch lange zu machen.“

Angebote wie die Jugendfarm – ohne ehrenamtliches Engagement nicht möglich

Die Zusammenarbeit zwischen den Haupt- und Ehrenamtlichen funktioniert hier reibungslos. Siglinde Komander, diplomierte Sozialpädagogin und seit 2009 Leiterin der Einrichtung, ist froh, Friederike Langhammer als Unterstützung zu haben. „Ohne Ehrenamtliche wie sie wäre vieles gar nicht möglich“, bestätigt auch Andrea Brosch, die in Teilzeit auf der Jugendfarm arbeitet.
Im letzten Jahr haben über 7.000 Besucher die Angebote der Jugendfarm in Anspruch genommen. Jeder, der Lust hat, Tiere zu streicheln und zu pflegen, zu spielen und sich in der Natur zu bewegen, ist willkommen.

Wir sagen an dieser Stelle DANKE für so viel persönliches Engagement, das solche Angebote erst möglich macht. Das geht uns alle an!
Mehr Infos unter www.jugendfarm-regensburg.de.

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