Aumer kritisiert Baustellenplanung scharf Regensburger Bundestagsabgeordneter erwartet erhebliche Verkehrsbehinderungen

MdB Peter Aumer erwartet erhebliche Verkehrsbehinderungen aufgrund der Fahrbahnsanierung auf der A93 zwischen Regensburg-Süd und dem Autobahndreieck Saalhaupt. Foto: CSU/Büro Aumer/Blizz Archiv

Regensburg – Der Bundestagsabgeordnete Peter Aumer begrüßt die Nachricht, dass nach seinem langen Einsatz der schadhafte und gefährliche Fahrbahnbelag auf der A93 zwischen Regensburg-Süd und dem Autobahndreieck Saalhaupt endlich erneuert wird. Er kritisiert scharf die mangelnde Kommunikation im Vorfeld und weist auf Probleme während der Maßnahme hin. Die Reduzierung auf drei Spuren während der Bauphase wurde nicht abgestimmt obwohl erhebliche Behinderungen zu erwarten sind.

 

In einer Pressemitteilung informiert die Autobahn GmbH vom Start der Fahrbahnsanierung auf der A93. Im ersten Abschnitt findet die Sanierung zwischen den Anschlussstellen Regensburg-Süd und dem Dreieck Saalhaupt statt. Aufgrund der vorhandenen Fahrbahnbreite soll der Verkehr über zwei Jahre von vier auf drei Spuren reduziert werden. Eine Planung für die Verkehrsführung während der Baumaßnahme liegt trotz Baubeginn noch nicht vor.

 

Der Bundestagsabgeordnete Peter Aumer findet kritische Worte für das Vorgehen der Autobahn GmbH. „Eine Reduzierung auf drei Fahrstreifen wird zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führen. So eine Maßnahme hätte mit den betroffenen Kommunen im Vorfeld abgestimmt werden müssen“ stellt Aumer fest. „Schon heute kommt es vor allem donnerstags und freitags zu kilometerlangen Rückstaus auf der A93. Der Ausweichverkehr führt zu erheblichen Behinderungen in den angrenzenden Kommunen wie zum Beispiel der Gemeinde Pentling“ weiß Aumer. „Ich hätte erwartet, dass sich die Verantwortlichen im Vorfeld mit den Kommunen an einen Tisch setzen und ein Konzept entwickeln, wie diese Belastungen minimiert werden können. Es ist zu spät, erst jetzt nach Beginn der Arbeiten, Untersuchungen zur Verkehrsführung anzustellen. Die Verkehrszahlen auf der A93 sind seit Jahren bekannt“ spart der Bundestagsabgeordnete nicht mit Kritik.

 

Bereits Anfang des Jahres hat Aumer auf die Problematik hingewiesen und einen öffentlichen Vor-Ort-Termin mit den betroffenen Kommunalpolitikern gefordert. Trotz mehrmaliger Nachfrage hat die Autobahn ein solches Gespräch bis heute nicht geführt. Aumer fordert nun schnell ein Treffen. „Die Kommunikation ist hier bisher nicht gut gelaufen. Von einem modernen Mobilitätsunternehmen erwarte ich heute mehr Öffentlichkeitsbeteiligung als nur eine kurze Pressemitteilung über den Start einer Baumaßnahme, die erhebliche Auswirkungen für die ganze Region und auch Ostbayern hat“ so Aumer.

 

 

Pressemitteilung der Autobahn GmbH:

A 93 Regensburg – Holledau (A 9)
Grundhafte Fahrbahnerneuerung
Anschlussstelle Regensburg-Süd bis Dreieck Saalhaupt
Fahrbahnen werden ab 2022 erneuert
 Vorarbeiten beginnen am 5. Juli 2021
 Baustelleneinrichtung an der Anschlussstelle Bad Abbach ab 21. Juni

Der Abschnitt der A 93 zwischen der Anschlussstelle Regensburg-Süd und dem Dreieck Saalhaupt ist rund 11 Kilometer lang und wurde im Jahr 1984 mit jeweils zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung für den Verkehr freigegeben. Nachdem an der Betonfahrbahn Schäden auftreten, die kontinuierlich Reparaturmaßnahmen erfordern, müssen die beiden Betonfahrbahnen in den Jahren 2022 und 2024 nacheinander vollständig erneuert werden. Im Jahr 2023 werden die Entwässerungsanlagen im Mittelstreifen neugebaut.

Vorarbeiten beginnen am 5. Juli 2021 mit verengten Fahrstreifen und Tempo 80
Die Vorarbeiten beginnen am 5. Juli 2021. Bis zum Jahresende werden die sogenannten Mittelstreifenüberfahrten und Nothaltebuchten hergestellt. Diese Maßnahmen sind notwendig für die Verkehrsführung während der Hauptarbeiten in den Folgejahren. An den Anschlussstellen Regensburg-Süd und Bad Abbach sowie an der Tank- & Rastanlage Pentling und am Dreieck Saalhaupt werden zudem die Zu- und Abfahrtsstreifen provisorisch verbreitert. Während der Vorarbeiten fließt der Verkehr wie gewohnt in beiden Fahrtrichtungen auf jeweils zwei Fahrstreifen. Diese werden verengt an den Baubereichen vorbeigeführt. Es gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 80 Km/h.

Baustelleneinrichtung an der Anschlussstelle Bad Abbach ab 21. Juni 2021
Ab Montag, 21. Juni 2021, werden innerhalb der Anschlussstelle Bad Abbach die Lagerflächen für die Baumaßnahmen eingerichtet. Hierzu werden die Fahrstreifen auf den sogenannte Zu- und Abfahrtsrampen zwischen der A 93 und der Staatsstraße 2143 verengt an der Baustelle vorbeigeführt. Im Baustellenbereich gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 40 Km/h.

Ausblick auf die Verkehrsführungen während Hauptarbeiten ab 2022
Um die A 93 grundsätzlich auch während der Hauptarbeiten offenhalten zu können, werden die beiden Fahrbahnen in mehreren Abschnitten nacheinander erneuert: im ersten Halbjahr 2022 wird die westliche Fahrbahn (Richtungsfahrbahn Holledau) zunächst im Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Regensburg-Süd und Bad Abbach, im zweiten Halbjahr 2022 zwischen Bad Abbach und Dreieck Saalhaupt erneuert. Im Jahr 2024 folgt die Erneuerung der östlichen Fahrbahn (Richtungsfahrbahn Regensburg) – ebenfalls in zwei Abschnitten.

2022 und 2024 teilt sich der Verkehr beider Fahrtrichtungen eine Fahrbahn. Aufgrund der Fahrbahnbreite von 10 Metern finden hier insgesamt nur drei Fahrstreifen Platz. Zu welchen Zeiten in welcher Fahrtrichtung zwei Fahrstreifen genutzt werden können, wird noch genauer untersucht. Hierfür sind mit zunehmender Normalisierung des Verkehrs nach dem Lockdown zunächst weitere Verkehrserhebungen notwendig. Während der Erneuerung der Entwässerungsanlagen im Mittelstreifen im Jahr 2023 kann der Verkehr wieder planmäßig auf zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung geführt werden.

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