Aus für temporäre Fahrradspuren Trotz großer Kundgebung wurde der Antrag der Grünen abgelehnt

Einen Antrag auf die Einrichtung sogenannter „Pop-Up-Bikelanes“ in Regensburg für die Zeit der Corona-Pandemie hatte die grüne Stadtratsfraktion gestellt. Mit einer Demonstration für eine fahrrad-freundlichere Stadt unterstützten u. a. auch Fridays For Future den Antrag.

Rund 50 Demonstranten/innen nahmen diesen Antrag, der am Mittwochabend in der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Verkehr und Wohnungsfragen abgelehnt wurde, zum Anlass, für mehr dauerhafte und durchgehende Radwege und eine allgemein fahrradtauglichere Verkehrsplanung zu demonstrieren.

„Wenn Regensburg bis 2035 klimaneutral werden will, dann muss das Rad mehr Gewicht im Straßenverkehr einnehmen,“ erläutert Luisa Haas von der Grünen Jugend.
„Wir sind enttäuscht über die Entscheidung des Stadtrats, entgegen den Bedürfnissen zahlreicher Bürger/innen und entgegen einer umweltfreundlichen Verkehrspolitik nicht einmal die aktuelle Lage für den temporären Ausbau der Fahrradwege zu nutzen“, sagt Sophia Weigert von Fridays for Future Regensburg.

In anderen deutschen Städten wie Berlin und München wurden „Pop-Up-Bikelanes“ bereits installiert und gewährleisten die Sicherheit der betroffenen Verkehrsteilnehmer/innen.

Künftige Fahrradquerung Prebrunnstraße. Foto: Beer, SPD

„Das Thema Radverkehr bleibt auch bei der neuen Koalition ganz oben auf der politischen Prioritätenliste“, versprach dagegen der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Thomas Burger. „Im Candis-Viertel wird die erste Maßnahme über die Aufeldstraße noch heuer umgesetzt. Zwei Maßnahmen in der Fürst Anselm-Allee, an der Helenenstraße und beim Naturkundemuseum werden 2021 folgen. Die Neugestaltung einer Radweg-Querung in der ehemaligen Nibelungenkaserne an der Fort-Skelly-Straße wird, abhängig vom dortigen Baufortschritt, ab 2022 folgen“, führt Dr. Klaus Rappert, Ausschusssprecher der SPD-Fraktion aus. „Für weitere Bereiche an der Guerickestraße und der Gertrud-von-Le-Fort-Straße läuft gerade die Prüfung durch die Verwaltung an“, hebt Stadträtin Evelyn Kolbe-Stockert hervor. „Für die SPD-Stadtratsfraktion ist klar, dass den jetzt beschlossenen Maßnahmen noch viele weitere Attraktivitätssteigerungen für den Radverkehr folgen werden“, so Kolbe-Stockert.

Claudia Böhm

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