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Gesundheit & Fitness, Regensburg & Landkreis

Auszeichnung für computersimulierte Endoprothetikplanung an der Klinik Bogen Maßgeschneiderter Gelenkersatz für Knie, Hüfte und Schulter

Oberärztin Dr. Ingeborg Raasch und Chefarzt Dr. Raimund Bauer mit Röntgenbildern von einem am Computer geplanten Hüftgelenkersatz. FOTO: Elisabeth Landinger

Für eine wohl überlegte Behandlungsstrategie sind Überraschungen am OP-Tisch kontraproduktiv. Die Unfallchirurgen der Klinik Bogen simulieren daher Gelenkersatzoperationen vorab am Computer. Für ihre Spezialkenntnisse haben Chefarzt Dr. Raimund Bauer und Oberärztin Dr. Ingeborg Raasch vergangene Woche Urkunden vom der Firma mediCAD Hectec verliehen bekommen.

Chefarzt Dr. Raimund Bauer mit einem Knieprothesenmodell und Oberärztin Dr. Ingeborg Raasch mit der Urkunde für die nachgewiesenen CAD-Kenntnisse (CAD: engl. computer-aided design) zur computergestützten OP-Planung. FOTO: Elisabeth Landinger

Mit deren Computerprogramm kann der Einbau von künstlichen Hüft-, Knie- und Schultergelenken genau geplant werden. Vor jeder Operation werden mittels digitalem Röntgen die Knochen exakt vermessen und jeder Schnitt und Schnittwinkel dreidimensional simuliert. Damit kann dann zum Beispiel die benötigte Größe für die Knieprothese festgelegt werden. „Bei Hüftprothesen ist es uns möglich, Beinlängendifferenzen zu vermeiden beziehungsweise zu kompensieren“, erklärt Dr. Bauer.

„Der Computer und die Simulationsprogramme gehören daher heute ebenso selbstverständlich zu unseren täglichen Handwerkzeugen wie die Instrumente im OP.“

Der Unfallchirurg und seine Kollegin Dr. Raasch, ebenfalls Unfallchirurgin und Orthopädin, besuchen kontinuierlich Fortbildungen, um den Umgang mit der entsprechenden Software zu verinnerlichen und hierbei stets auf dem neuesten Stand zu sein. Die Vorteile der genauen Vermessung und OP-Planung sehen die Bogener Unfallchirurgen in einer kürzeren OP-Dauer, die weniger belastend für die Patienten ist und schneller wieder zur vollen Beweglichkeit führt.

„Gelegentlich erstaunen uns als Ärzte die Ergebnisse sogar selbst“, stellt Dr. Bauer fest. Er schildert einen kürzlich behandelten, leicht dementen Patienten, der einst durch seine Gelenkschmerzen ans Bett gefesselt war: „Kurz nach der OP spazierte er schon so schnell durchs Haus, dass wir ebenso rasch für besondere Beaufsichtigung sorgen mussten.“

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