Bayerisches Transitzentrum entsteht in Regensburg

Vereinbarung zwischen Freistaat und Stadt Regensburg geschlossen

Der Freistaat hatte im Frühjahr beschlossen, in Regensburg ein Transitzentrum einzurichten. Aus diesem Grund fand nun ein Treffen mit Staatsministerin Emilia Müller in München statt. Dabei verständigten sich Müller und Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer auf Rahmenbedingungen für die Errichtung eines Transitzentrums in der ehemaligen Pionierkaserne und auf die Freigabe von Kasernenarealen für die Stadt. Die Vereinbarung unterzeichneten beide.

„Die Gespräche sind sehr konstruktiv gelaufen. Wir haben für Regensburg gute Bedingungen ausgehandelt. Sowohl um das Thema ‚bezahlbarer Wohnraum’ weiter zu forcieren als auch klare Zuständigkeiten bei den Themen ‚Beschulung, Betreuung und Sicherheit’ für Flüchtlinge und Asylsuchende festzulegen“, so Maltz-Schwarzfischer.

Das Transitzentrum mit maximal 800 Plätzen beinhaltet neben einer Erstaufnahmestelle auch eine Gemeinschaftsunterkunft und eine Ausreiseeinrichtung. Für alle Einrichtungen des Transitzentrums übernimmt der Freistaat die Beschulung, Kinderbetreuung und Sozialberatung und -betreuung.

Auch wird ein Sicherheitskonzept erarbeitet. Ein Sicherheitsdienst überwacht das Areal des Transitzentrums und der Erstaufnahmeeinrichtung in der früheren Bajuwarenkaserne. Ferner wird der Bedarf an zusätzlichen Stellen bei der Polizeiinspektion Regensburg Süd überprüft. Bei der Regierung der Oberpfalz wird zeitnah eine Ombudsstelle für Bürger/innen eingerichtet.

Bei der Unterredung wurde geklärt, dass Bayern gegenüber der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben das Gelände der früheren Prinz-Leopold-Kaserne zum Verkauf an die Stadt freigeben wird. „Dieser Grundstückskauf ist wichtig für den Standort Regensburg und für den angespannten Wohnungsmarkt“, betont Dieter Daminger, Referent für Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen. „Die Stadt verpflichtet sich, dass auf der Baufläche der ehemaligen Kaserne auch Wohnungen für Regensburger und anerkannte Flüchtlinge in einer Größenordnung von 20 Prozent geschaffen werden.“

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

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