Regensburg & Landkreis

Betreuung nach der Schule

Freizeit, Hausaufgabenbetreuung und gegebenenfalls ein Mittagessen. Die Versorgung der Schüler nach Unterrichtsende wird auch an Grundschulen immer wichtiger Foto: fotolia/contrastwerkstatt

Kommunen schöpfen Finanzmittel für Ganztagsangebote nicht voll aus

Ganztagsangebote an Schulen gehören zur Normalität. Mittelschulen, Gymnasien und seit einiger Zeit wird die Betreuung nach Unterrichtsende auch für Grundschulen immer wichtiger. Offene Ganztagsschulen (OGTS) sind nötig. Die Kosten dafür stellt der Freistaat Bayern den Kommunen zur Verfügung. Diese müssen den Bedarf jedoch anmelden. Die Regierung der Oberpfalz unterstützt dabei.

Von Matthias Dettenhofer

Sabine Kunz, Koordinierung Ganztagsschulen der Regierung der Oberpfalz

Nichts sehnen Schüler an Unterichtstagen so sehr herbei wie die Glocke zum Unterrichtsende. Dann heißt es ab nach Hause. Doch in vielen Fällen geht das nicht, da beide Elternteile oder, bei Alleinerziehenden, Vater oder Mutter berufstätig sind. In diesem Fall kommen die OGTS ins Spiel. „Sie bieten eine qualitativ hochwertige und kostenfreie schulische Betreuung an Grundschulen und sind ein weiterer wichtiger Baustein beim Ausbau eines bedarfsgerechten Ganztagsangebotes für die Schulkinder“, so Sabine Kunz, Koordinierung Ganztagsschulen der Regierung der Oberpfalz.

Ein wichtiger Baustein zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie zur Chancengleichheit, wie auch Regierungspräsident Axel Bartelt betonte. Dabei sind die Unterschiede zwischen dem städtischen und ländlichen Bereich groß. „Die Bevölkerungsstruktur der Ballungsräume und der ländlichen Regionen unterscheidet sich stark. So bestehen in den Ballungsräumen meist weniger enge familiäre Strukturen, wohingegen in den ländlichen Regionen die Schulkinder häufig noch innerhalb der Familie (etwa Großeltern) betreut werden können. Auch die höheren Lebenshaltungskosten in den Städten spielen eine Rolle. In den ländlichen Regionen sind auch weniger ‚Ein-Eltern Familien‘ angesiedelt.“

Für die Einrichtung von Ganztagsangeboten sind die Kommunen selbst verantwortlich. Sie müssen den Bedarf abklären und einen Antrag an den Freistaat richten. „Die Eltern sollten also Ihren Betreuungsbedarf frühzeitig an die Kommunen kommunizieren und so die Kommunen unterstützen die erforderliche Betreuung vor Ort zu planen“, erklärt Kunz. Gelder seien genügend vorhanden. Die Kommunen hätten die Haushaltsmittel, die 2017 für schulische Ganztagsangebote vorgesehen waren, nicht komplett abgerufen. Bei der Antragsstellung bietet die Regierung der Oberpfalz den Kommunen ihre Hilfe an.

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