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Regensburg & Landkreis

Blizz präsentiert die Regensburger Partnerstädte. Heute: Qingdao in der ost-chinesischen Region Shandong

Qingdao war zu Beginn des 20. Jahrhunderts deutsches Schutzgebiet und Handelsstützpunkt – heute ist Qingdao eine moderne Metropole im Osten Chinas Foto: Stadt Regensburg

Wo das Reich der Mitte mal so richtig deutsch aussieht

Kaum eine deutsche Stadt, die sie nicht hat: Partnerstädte. Sie fördern den kulturellen Austausch und die Völkerverständigung. Anlässlich des „Welttags der Partnerstädte“ (30.4.) präsentiert der Blizz die Partnerstädte von Regensburg. Nach Aberdeen, Brixen, Budavár, Clermont-Ferrand, Odessa und Pilsen ist nun Qingdao an der Reihe.

Die jüngste Partnerstadt Regensburgs ist Qingdao. Im November 2009 unterzeichneten Oberbürgermeister Hans Schaidinger und Oberbürgermeister XIA Geng bei einer feierlichen Zeremonie den Städtepartnerschaftsvertrag. Qingdao heißt zu Deutsch „Grüne Insel“. Die Stadt gehört mit rund 8,5 Millionen Einwohnern zu den chinesischen Städten mittlerer Dimension. Qingdao liegt in der ostchinesischen Region Shandong, zu der der Freistaat Bayern seit über 20 Jahren eine enge Freundschaft und offizielle Partnerschaft unterhält. Das Büro der bayerischen Repräsentanz ist ebenfalls dort angesiedelt.

Der bedeutende Seeort besitzt den drittgrößten Hafen Chinas und ist vor allem für die Produktion von Haushaltselektronik und dem berühmten Tsingtao Bier bekannt. Dank der wirtschaftlichen Reformen und der Öffnung des Landes gehört Qingdao mittlerweile zu den zehn am stärksten boomenden Regionen im Reich der Mitte und war Ausrichtungsort der olympischen Segelwettbewerbe 2008.

Die Geschichte von Qingdao, Geburtstadt des Taoismus, reicht über 6.000 Jahre zurück. Die deutsche Kolonialzeit dauerte von 1897 bis 1914. Aus dieser wilhelminischen Zeit sind viele repräsentative Bauten erhalten, die das Stadtbild von Qingdao prägen, so zum Beispiel die Germania Brauerei, ein Bahnhof, eine protestantische Kirche sowie die Residenz des Gouverneurs. Das chinesische Bier „Tsingtao“ wird auch heute noch nach den Vorgaben des deutschen Reinheitsgebotes gebraut.

Der Erhalt und die Bewahrung des deutschen städtebaulichen Erbes sowie der deutschen Traditionen liegen der Bevölkerung am Herzen. Viele junge Chinesen sind sehr daran interessiert, an dem Germanistik-Studienprogramm der Qindao University of Technology and Science teilzunehmen. 2004 begann die Entwicklung der Beziehungen zwischen Qingdao und Regensburg. Jährlich reist nun eine Wirtschaftsdelegation im November nach China, um dort den Markteintritt auch für mittelständische Unternehmen zu ebnen. Eine offizielle Partnerschaft zwischen der Hochschule Regensburg und der Qingdao University of Technology und Science wurde abgeschlossen. Regensburger Professoren hielten im November 2008 eine Blockvorlesung zum Themenbereich IT-Sicherheit. Drei Regensburger Gymnasien pflegen einen Schüleraustausch. Die Schüler nutzen den Aufenthalt in Qingdao, um die in Regensburg erworbenen Chinesischkenntnisse zu testen und zu vertiefen. Im Bereich Altstadtsanierung besteht ein intensiver Austausch auf Verwaltungsebene.

Im Juni 2010 reiste Oberbürgermeister XIA Geng zum Gegenbesuch nach Regensburg. Bei dieser Gelegenheit trug er sich nicht nur in das Gästebuch der Stadt ein, sondern unterzeichnete auch Kooperationsverträge im medizinischen und kulturellen Sektor – wichtige Schritte, um diese Partnerschaft zu vertiefen und weiterzuentwickeln. Die regelmäßigen Kontakte ermöglichen das gegenseitige Kennenlernen und fördern auch das Verständnis für die fremde Kultur im Sinne des Städtepartnerschaftsgedankens.

Quelle: Stadt Regensburg

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