Coronavirus: Ausrufung des Katastrophenfalls in Bayern Ministerpräsident Söder ergreift Notmaßnahmen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sprach heute Vormittag in einer Pressekonferenz über die Maßnahmen, die der Freistaat zur Eindämmung des Coronavirus ergreift. Was Markus Söder über die “Bewährungsprobe” sagt, im Video:

Maßnahmen im Überblick

  • Öffentliches Leben in Bayern wird heruntergefahren
  • Bisher KEINE Ausgangssperre, aber jeder soll überlegen, ob er/sie hinausgehen muss
  • keine Veranstaltungen mehr bis Ende der Osterferien
  • Schulen und Kitas bleiben geschlossen
  • Aufforderung an Arbeitgeber
  • alle Freizeiteinrichtungen werden ab Dienstag geschlossen (z.B. Kinos, Badeanstalten, Vereinsräume, Hotels, Museen, Sport- und Spielplätze, Fitnessstudios, Tierparks, Bars usw.)
  • ab Mittwoch gilt: nur noch Speiselokale/Betriebskantinen geöffnet von 6 bis 15 Uhr. Besucher nur in 1,5 Meter Abstand zueinander und maximal 30 Besucher/innen; danach to-go- bzw. Drive-in-Versorgung
  • Ladengeschäfte des Einzelhandels müssen schließen – ausgenommen sind Geschäfte, die der Versorgung der Bevölkerung dienen, also
    • Lebensmittelhandel,
    • Getränkemärkte,
    • Banken,
    • Apotheken,
    • Drogerien,
    • Bau- und Gartenmärkte,
    • Sanitätshäuser,
    • Optiker,
    • Hörgeräteakustiker,
    • Post,
    • Tierbedarf,
    • Tankstellen,
    • Reinigungen,
    • Onlinehandel.

Ladenöffnungszeiten werden kurzfristig geändert

Es besteht kein Anlass zu Hamsterkäufen. Jeder soll überlegen, was er wirklich braucht. Es wird alles dafür getan, damit die Versorgung gewährleistet wird. Darüber hinaus werden die Ladenöffnungszeiten geändert bzw. erweitert:

Werktags können die o.g. Geschäfte bis 22 Uhr geöffnet haben. Auch am Sonntag soll zwischen 12 und 18 Uhr eingekauft werden können. Geltungszeitraum: 18. März bis einschließlich 30. März 2020.

Betriebe bleiben offen. Auch der öffentliche Nahverkehr wird aufrechterhalten.

Seite heute Morgen um 8 Uhr gibt es an der Grenze zu Österreich Kontrollen. Alle Bundesbürger können weiterhin einreisen. Alle Pendler und Warenlieferungen können ein- und ausreisen.

Katastrophenfall soll Corona einschränken

Nicht nur Krankenhäuser, auch Reha-Kliniken sollen sich auf die Aufnahme von Corona-Infizierten einrichten.

Über die Unikliniken werden Studierende akquiriert, das Personal zu unterstützen. Auch ältere Ärzte und Ärzte in der Elternzeit werden zurückgeholt.

Auswirkungen auf die Wirtschaft

Viele Unternehmen und Arbeitnehmer sind durch die aktuelle Lage bedroht. “Wir werden keinen hängen lassen”, verspricht Markus Söder heute in der Pressekonferenz. Die Maßnahmen:

  • Steuerstundungen ohne Zinszahlungen
  • ein bayerischer Schutzschirm soll die Liquidität der Unternehmen zu erhalten (ab Minute 17 im Video)
  • bis zu 10 Mrd. Euro werden für die Maßnahmen reserviert

Der Ministerpräsident ermuntert die Bürger/innen zum Zusammenhalt und zur Rücksichtnahme.

Claudia Böhm

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