Der Biber macht den Landwirten zu schaffen Landtagsabgeordneter Tobias Gotthardt: "Die Schäden steigen an."

Aktualisiert vor 2 Monaten von Mario Hahn

PFATTER/LANDKREIS REGENSBURG – Der Biber macht den Landwirten in Bayern zu schaffen. Im Jahr 2019 betrug die Schadenssumme aufgrund von Bibern in Bayern über 660.000 Euro. Das teilte der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber dem Regensburger Abgeordneten Tobias Gotthardt mit. Gotthardt hatte sich zuvor bei Hans Mayer, dem Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes im Kreis Regensburg, über die Problematik informiert und verschiedene betroffene Orte im Landkreis Regensburg besichtigt.

 

Kreisobmann Mayer betonte hierbei, dass der Biber inzwischen eine Bestandsgröße im Landkreis erreicht habe, dass Bestand nicht mehr gefährdet sei. Besonders kleine Gewässer seien durch Biberschäden betroffen. „Die von Biber verursachten Schäden sind inzwischen für jedermann sichtbar“, sagt Mayer. Nach wie vor gebe es große landwirtschaftliche Schäden, beispielsweise in Form von Fraß- und Maschinenschäden. Doch auch die Gemeinden würden durch die Biberschäden vor immer größere Probleme gestellt.

Wie Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt (FREIE WÄHLER) auf Anfrage vom Umweltministerium erfuhr, lag der Biberschaden im Bezirk Oberpfalz bei fast 185.000 Euro. Allein im Landkreis Regensburg betragen die Schäden rund 8.000 Euro. Für Tobias Gotthardt, Mitglied im Finanzausschuss des Landtags, steht fest: „Das sind beträchtliche Summen. Hinzu kommt, dass die Dunkelziffer nicht zur Regulierung angemeldeter Fälle ein Vielfaches betragen dürfte.“

Landtagsabgeordnete Tobias Gotthardt in Barbing

Der Freistaat Bayern stelle Mittel zur Verfügung, um die Schäden auszugleichen. Allein in die Oberpfalz fließen rund 125.000 Euro, in den Landkreis Regensburg 5.000 Euro. Gotthardt konnte den Vertreterinnen und Vertretern des Bayerischen Bauernverbandes nun gute Nachrichten überbringen: Im kommenden Jahr werde der Ausgleichsbetrag auf Initiative der FREIE WÄHLER kräftig angehoben. „Dann stehen weitere 100.000 Euro bereit, um den Landkreisen bei der Schadensbekämpfung unter die Arme zu greifen“, stellt Gotthardt in Aussicht. Besonders profitieren hiervon die stark betroffenen Landkreise in der Oberpfalz. „Es ist uns ein Anliegen, hier zu helfen“, sagt der Regensburger Abgeordnete.

Wichtig, so Gotthardt, sei neben den Entschädigungen auch ein vernünftiges Populationsmanagement: „Wir brauchen europäische Regelungen, die auch eine punktuelle und lokal begrenzte Regulierung und Bewirtschaftung ermöglichen.“ Sonst, so Gotthardt, komme man „in manchen Regionen mit dem Nager auf keinen grünen Zweig“.

 

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Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

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