Der Mangel ist das Problem Landkreis Regensburg könnte mehr impfen, wenn genügend Vakzin da wäre

Aktualisiert vor 1 Monat von Nadja Pohr

Regensburg Land – „Wir könnten viel mehr leisten. Wir haben aber nicht genügend Impfstoff.“ Landrätin Tanja Schweiger ist dennoch zufrieden mit dem Impfstart im Landkreis.

Von Mario Hahn

Seit rund einen Monat wird geimpft, bis heute erhielten 3.500 Bürger/innen im Landkreis ihre Erstimmunisierung. Bis Mitte Februar sollen diese über 80-Jährigen ihre zweite Spritze mit dem BioNTech/Pfizer-Vakzin erhalten haben, das versprach Landrätin Tanja Schweiger am Mittwoch in einer Pressekonferenz.
Problematisch ist der Mangel an Impfstoff. Geplant sind zwei Lieferungen pro Woche, insgesamt 700 bis 800 Dosen. Geliefert werde zwar bisher, nur in unterschiedlichen Mengen. Deswegen gab es auch Probleme, es mussten Impftermine kurzfristig abgesagt werden.

Wann die nächste Lieferung kommt, das weiß die Landrätin nicht. Derzeit kann BioNTech die zugesagte Stückzahl nicht einhalten, da es Umbaumaßnahmen in einem Abfüllwerk gibt. „Sobald wir wieder Impfstoff haben, werden wir neue Termine anbieten.“

Aber auch da gibt es Probleme, denn die vom Freistaat zur Verfügung gestellte Software hat Schwächen: die Terminvereinbarung funktioniere nicht. Die Landrätin empfiehlt daher die Impf-Hotline des Landrats-amts unter Tel.: 0941/4009-444, warnt aber vor Wartezeiten. „An Spitzentagen rufen bis zu 33.000 Menschen an.“

Immerhin funktioniere die Registrierung über das Portal BayIMCO (Bayerisches Impfmanagement gegen Corona), das allen Impfwilligen unter www.impfzentren.bayern zur Verfügung steht. Hier kann sich jede Altersgruppe eintragen, die Terminvergabe erfolgt aber nach Priorisierungsgruppen, gegenwärtig an über 80-Jährige und medizinisches Personal. Aus dem Landkreis sind bereits 5.000 registriert.

Positiv: Der BioNTech-Impfstoff scheint sehr gut verträglich zu sein. Bei den 3.500 bisherigen Impfungen gab es nur einmal ein Problem. Ein Mann zeigte allergische Reaktionen. „Er wurde von den Ärzten sehr schnell wieder stabilisiert, es geht ihm wieder gut.“ Grundsätzlich gebe es weniger Probleme als bei einer Grippe-Impfung. „Der Wirkstoff hält, was er verspricht.“
Große Hoffnung setzt die Landrätin auf den nächsten Impfstoff. Das Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca könnte die EU-Zulassung noch Ende des Monats erhalten.
Sein Vorteil: Ihm reicht zur Lagerung ein normaler Kühlschrank. Damit wären – natürlich bei ausreichender Menge – die Impfungen bei Hausärzten möglich. Davon gibt es im Landkreis 140, im Gegensatz zu nur zwei Impfzentren.

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Nadja Pohr

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