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Regensburg & Landkreis

Der neue Polizeipräsident Norbert Zink im großen Blizz-Interview „1,1 Millionen Oberpfälzer - sie sollen sich sicher fühlen“

Polizeipräsident Norbert Zink. Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz

Regensburg – Seit Mai ist er „der Neue“ im Chefsessel des Polizeipräsidiums Oberpfalz: Norbert Zink, 1961 in Memmingen geboren, hat sich vom Praktikanten bis zum Präsidenten hochgearbeitet. Mit Blizz sprach er am 16.8. über die Veränderungen der Polizei in den letzten vierzig Jahren, die besonderen Herausforderungen in der Stadt Regensburg und welches „Amt“ er als nächstes übernehmen wird.

Von Claudia Böhm und Mario Hahn

Das gesamte Interview in der Langfassung:
Blizz: Vom Präsidium Schwaben Nord in die Oberpfalz – wie haben Sie sich nach gut 100 Tagen im Amt in Regensburg eingelebt?

Norbert Zink: Es ist eine große Umstellung von einem Präsidialbereich, in dem man regional beheimatet und groß geworden ist, in ein Präsidium zu kommen, in dem man sonst nur dienstlich zu tun hatte. Hinzu kommt, dass die Oberpfalz, in Bezug auf die Fläche und die Anzahl der Dienststellen, doppelt so groß ist. Das sorgt natürlich automatisch für einen entsprechenden Einarbeitungs- und Eingewöhnungsbedarf.

Spannend sind die vielen neuen Menschen und der Oberpfälzer an sich: wie er reagiert, wie ich von ihm aufgenommen werde – ob es im privaten oder dienstlichen Bereich ist. Ich empfinde ihn im Vergleich zum Schwaben als offen, als humorvoll. Das erleichtert mir persönlich den Einstieg sehr. Auch von den Kolleginnen und Kollegen bin ich hier von Anfang an ganz offen und kollegial aufgenommen worden. Wenn die zwischenmenschliche Situation stimmt, erleichtert einem das den Einstig massiv. Und was ich auch feststelle – da gibt es aber keinen Unterschied zu Augsburg – ist, dass die Kolleginnen und Kollegen hochprofessionell arbeiten.

Eine Woche, nachdem ich erfahren habe, in Regensburg anfangen zu dürfen, habe ich hier glücklicherweise eine Wohnung gefunden und bin nun schwerpunktmäßig hier, mit hin und wieder mal einem Wochenende in Augsburg.

Was haben Sie schon von Regensburg gesehen?

Das Jahnstadion kommt übernächstes Wochenende, da schaue ich mir das nächste Heimspiel an. [Anm.: Gemeint war das Spiel SSV Jahn gegen DSC Arminia Bielefeld am Sa., 24.08.19, 13 Uhr]

Den Dom habe ich schon gesehen und gestern war ich im neuen Museum. Ansonsten genieße ich es, abends aus dem Büro rauszugehen, und dann mal eine Stunde lang  durch die Stadt zu spazieren und zu sehen, wie die Stadt lebt. Ich fühle mich hier sehr wohl.

Vor vier Jahrzehnten haben Sie als einfacher Polizeiwachtmeister angefangen und dann eine steile Karriere hingelegt. Insgesamt sind Sie vierzehnmal befördert worden und heute sind Sie Polizeipräsident der Oberpfalz. Das zeugt von großer Durchsetzungskraft. Bekommen Sie immer, was Sie wollen?

Die Uniform des Polizeipräsidenten ziert ein blaues Dienstgradabzeichen der vierten Qualifikationsebene (Höherer Dienst) mit Eichenlaub und zwei goldenen Sternen. Foto:
Tohaomg

Ich kriege nie das, was ich will. Ob es im Endeffekt um Durchsetzungsstärke oder Willenskraft geht, weiß ich nicht. Ich denke, es geht im Polizeibereich darum, kommunikativ zu sein, auf die Kolleginnen und Kollegen zuzugehen, zu versuchen, die Kollegen für bestimmte Ziele zu gewinnen und sie dann auch auf dem Weg mitzunehmen. Ich glaube die Zeit, Dinge durchzusetzen oder anzuordnen, die ist vorbei. Ich kann mich ehrlich gesagt nicht daran erinnern, in den letzten zwanzig Jahren irgendwann einmal so etwas gehört zu haben wie: „ich ordne an, oder ich empfehle“. Das gibt es bei uns nicht.

Viele Dinge geschehen im gemeinsamen Gespräch, in gemeinsamen Vereinbarungen. Und es zeigt sich, dass wir genau genommen ja immer das gleiche wollen, und zwar, dass sich die Bürger, die uns anvertraut sind, sicher fühlen. Natürlich gibt es manchmal die Alternativen B oder C – da kann man diskutieren und manchmal muss man auch entscheiden. Ich  habe kein Problem damit, Entscheidungen zu treffen, binde aber die Kolleginnen und Kollegen lieber mit ein und lasse mich auch beraten.

Das sind meiner Meinung nach eher die Eigenschaften, die notwendig sind, um am Schluss zu so einer Funktion zu kommen. Das Miteinander, das Mitnehmen, das Sprechen, das offene Kommunizieren. Hier unterscheiden wir als Polizei uns überhaupt nicht von anderen Betrieben, Organisationen oder Vereinen. In der heutigen Zeit ist es einfach wichtig, dass man miteinander kommuniziert und gemeinsame Ergebnisse erzielt.

In meiner Startzeit vor vierzig Jahren war die Polizei aber noch etwas anders eingestellt. Damals war die Hierarchie deutlich ausgeprägter. Es wurde noch angeordnet, wurde befohlen, aber seit den 90er Jahren – möglicherweise auch mit dem Start der Frauen bei uns – hat sich das Gott sei Dank verändert. So wie wir jetzt miteinander umgehen, das ist überhaupt kein Vergleich zu früher und auch die Ergebnisse sind ganz andere.

Auch das Verhältnis der Polizei zum Bürger hat sich verändert. Zu meiner Anfangszeit war das eher eine Polizei, ich will nicht sagen „Zugriffspolizei“, aber eine, die nicht so sehr darum bemüht war, Dinge im Dialog umzusetzen. Als ganz junger Polizeioberwachtmeister in Neu-Ulm bei einem Einsatz anlässlich des NATO-Doppelbeschlusses zur Nachrüstung hat man uns jungen POWs ein Diskussionsverbot gegenüber Versammlungsteilnehmern  ausgesprochen. In der heutigen Zeit könnte ich mir überhaupt keine Situation vorstellen, in der wir als Präsidium Diskussionsverbote erteilen würden. Wir haben mittlerweile spezielle Kommunikationsbeamte ausgebildet, die genau den anderen Weg gehen.

Bei vielen Einsätzen versuchen wir, unser Handeln  zu erläutern. Beispielsweise wurde vorgestern [Mittwoch, den 14.8.] bei Amberg eine Bombe gefunden. Da hat am Sammlungsort der Menschen ein Pressesprecher von uns ein Megaphon in die Hand genommen und die Betroffenen informiert. Das ist der richtige Weg.

In einer Großstadt gibt es für die Polizei traditionell viel zu tun. Mit welchen Herausforderungen sehen sich Beamt/innen speziell in Regensburg konfrontiert?

Ich habe mich in den letzten drei Monaten relativ stark mit Statistikdaten beschäftigt. Regensburg hat traditionell eine etwas höhere Kriminalitätsbelastung, die aber in den letzten Jahren konsequent gesunken ist. Besonders gefordert sind wir beim Thema Rauschgiftkriminalität. Dort setzen wir einen eindeutigen Schwerpunkt. Ich wage mal die Prognose: Die Zahl dieser  Straftaten wird nächstes Jahr höher sein als dieses. Es handelt sich hierbei nämlich um ein sogenanntes Kontrolldelikt, das direkt mit der Aktivität der Kolleginnen und Kollegen zusammenhängt.

Schwierig ist das Thema Rauschgiftkriminalität insbesondere auch angesichts des menschlichen bzw. sozialen Faktors. Häufig geht damit aber auch die sogenannte Beschaffungskriminalität einher: Einbrüche, Fahrraddiebstähle, KFZ-Aufbrüche. Als polizeiliche Maßnahmen gibt es dazu wöchentliche Schwerpunkteinsätze mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei.

Ich glaube, wenn wir in diesem Kriminalitätsfeld nicht handeln, dann würden wir – ich will keine Städte nennen, das wäre ungerecht – möglicherweise Situationen wie in norddeutschen Städten haben. Das will keiner.

Ein Hotspot ist die Gegend rund um den Hauptbahnhof. Dort trifft jegliche Klientel aufeinander. Das Sicherheitsempfinden der Bürger leidet darunter sehr. Welche konkreten Maßnahmen werden Sie hier ergreifen?

Zum einen gibt es seit zwei Jahren die Aktion „Stark für Regensburg“. Eine hohe Präsenz der Polizei im ganzen Stadtgebiet soll einerseits die Kontaktaufnahme mit der Polizei erleichtern und potentielle Straftäter von ihren Taten abhalten und anderseits einen hohen Kontrolldruck aufbauen. An dem Projekt wirken neben Beamten der Regensburger Polizeidienststellen auch Unterstützungskräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei und ebenso Angehörige der Regensburger Sicherheitswacht mit.

„Ich will eine höhere Präsenz
der Polizei im Stadtgebiet!“
Polizeipräsident Norbert Zink

Zum anderen existiert in besagtem Bereich eine Videoanlage, deren Erweiterung wir im Moment überprüfen. Noch kann ich Ihnen hierzu nichts Konkretes sagen, aber sobald die Prüfung abgeschlossen ist, werden wir das Ergebnis vorstellen und transparent an die Öffentlichkeit kommunizieren.

Auch aus Erfahrung aus meiner Augsburger Zeit bin ich davon überzeugt, dass die Videoüberwachung ein geeignetes Instrument sein kann, um positiv einzuwirken. Außerdem ist mir wichtig, zwischen objektiver Beeinträchtigung und einer subjektiven Belastung zu trennen. Ich glaube, dass die Wahrscheinlichkeit als Passant auf dem Weg zum Bahnhof ganz konkret Opfer eines Deliktes zu werden, extrem gering ist. Und trotzdem haben die Leute Angst. Ich kann nur hoffen, dass sich die Präsenz der Kolleginnen und Kollegen in diesem Bereich positiv auf das Sicherheitsgefühl der Menschen auswirkt. Unglücklich wäre ich darüber, wenn Menschen bestimmte Regionen vermeiden würden. Man spricht da von sogenannten Angsträumen. Das haben wir hier sicher nicht, und wir werden durch unsere Präsenz und weitere Aktivitäten dafür sorgen, dass sich auch in Zukunft keine Angsträume bilden.

In Ihrer Zeit in Augsburg hatten Sie es mit zwei Großereignissen zu tun: Dem AfD Bundesparteitag [Sommer 2018] und einer Evakuierung an Weihnachten. Was hat Sie mehr gefordert?  [Bei der Entschärfung einer Fliegerbombe in Augsburg an Weihnachten 2016 wurden etwa 54.000 Bewohner der Stadt Augsburg in Sicherheit gebracht. Es war die bis dahin deutschlandweit größte Evakuierung nach dem Zweiten Weltkrieg] 

 Für mich herausfordernder war der Bundesparteitag. Mit Bekanntwerden des Einsatzes habe ich mich mit Kollegen in Hannover und Stuttgart zusammengesetzt, die Erfahrungen mit ähnlichen Einsätzen gemacht haben. Diese waren jeweils mit einer Vielzahl von Festnahmen und Gewalttaten verbunden. Die Stuttgarter haben über 500 Menschen in Gewahrsam nehmen müssen, in der Innenstadt von Hannover ist ein Wasserwerfer zum Einsatz gekommen.

Für uns war das etwas vollkommen Neues. Ich weiß nicht, ob man das hier in Regensburg so wahrgenommen hat, dass etwa einen Monat vor dem Parteitag im Internet ein Krawallreiseführer Augsburg aufgetaucht ist. Darin wurde detailliert erklärt, wie man bestimmte Straftaten begeht, wo Dienststellen sind, wo Parteigebäude sind, wo die Hotels sind, in denen die Delegierten untergebracht worden sind. Zwei Wochen vor dem Bundesparteitag ist dieser Krawallreiseführer auch noch durch einen Videofilm ergänzt worden, der mit Playmobilfiguren Krawallszenen nachgestellt hat, bis hin zu einem angezündeten kleinen Polizeiauto und angezündeten Polizeidienststellen.

Das hat in der Stadt für große Verunsicherung und Angst gesorgt. Damit umzugehen, als Polizei aufzutreten und die Maßnahmen zu erläutern, um Befürchtungen zu nehmen, das war spannend und eine richtige Herausforderung. Es hat Spaß gemacht, war aber auch eine Belastung. Schwaben Nord ist ja ein deutlich kleineres Präsidium und wir hatten einen Einsatz, der mehrere Tage gelaufen ist. Das hat uns personell vom Aufwand her ganz stark an unsere Grenze gebracht. Das wäre hier aber genauso. Also drei, vier Tage Einsatz in dieser Dimension, da müssen Sie im Schichtdienst arbeiten.

Der erste Weihnachtstag 2016 – das war auch eine interessante Erfahrung. Weihnachten ist damals zwar nicht ausgefallen, hat aber woanders stattgefunden. Wir hatten auf jeden Fall keine Probleme, genügend Einsatzkräfte zu mobilisieren – von Tag zu Tag wurden es mehr. Ich vermute, der ein oder andere war sogar froh über den Einsatz an der Feiertagen …

In Erinnerung geblieben ist mir die Fahrt durch die Stadt nach der Meldung: „Die Stadt ist evakuiert, man kann in 15 Minuten mit der Entschärfung beginnen“. Auf meiner Rückfahrt zur Dienststelle, durch eine dunkle Stadt, in der kein Mensch unterwegs ist, da stellt es Ihnen die Haare auf. Das war ein ganz eigenartiges Gefühl, das brennt sich fest.

Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz

Unlängst wurden in Bayern sog. Body-Cams [Pressekonferenz am 13.8.] eingeführt, mitunter, um die Einsatzkräfte vor Gewalt und Beleidigungen zu schützen. Woran könnte es liegen, dass der Respekt vor Amtsträgern mehr und mehr abnimmt?

 Ich würde um das Thema Amtsträger ein Klammer machen. Nach meiner Wahrnehmung nimmt der Respekt generell in der ganzen Gesellschaft ab. Meiner Meinung nach haben wir eine immer stärkere Individualisierung, d.h. viele wollen ihren Kopf durchsetzen, koste es, was es wolle. Das fängt im Straßenverkehr an und endet bei einem Angriff auf einen Sanitäter, der im Moment gerade einer Frau, die am Boden liegt, helfen will. Das Spannungsfeld ist immens. Verstehen kann das niemand, dass der, der eigentlich helfen will, durch irgendjemanden  behindert oder blockiert wird oder am Ende gar beleidigt oder geschlagen wird. Ich bin froh, dass die Gesellschaft darüber diskutiert.

Von der Bodycam erhoffe ich mir eine deeskalierende Wirkung und würde mir wünschen, dass sich die Zahl der Aggressionsdelikte reduziert.

Einsatzmittel der Bundeswehrsoldaten sind z.T. in keinem guten Zustand. Wie zufrieden sind Sie mit der Ausrüstung der Polizei in der Oberpfalz?

Mit der Bundeswehr will ich mich nicht vergleichen. Was uns als Polizei in den letzten fünf Jahren als Führungs- und Einsatzmittel zur Verfügung gestellt worden ist, ist immens. Das fängt an bei verbesserter Schutzausstattung im Bereich Terrorlagen und geht weiter über einen schusssicheren Helm bis zur neuen Uniform, die sich vom Tragekomfort her stark verbessert hat. Zudem gibt es die neue Pistole und das Thema M-Police. [Infos zur  ->“Mobile Police”]  Wir sind ja im Moment dabei, die Kolleginnen und Kollegen, zumindest in den Streifenfahrzeugen, mit Smartphones auszustatten, durch die bestimmte Sachbearbeitungen künftig mobil erledigt werden können

Wir als Polizei nehmen uns ausgiebig Zeit, um diese Dinge zu testen. Ganz konkret: Die BodyCam geht ja zurück auf einen Pilotversuch, der unter anderem in  München, Rosenheim und Augsburg stattgefunden hat. Da haben an die Hundert Kolleginnen und Kollegen unterschiedliche Modelle getestet. Nach dem Testverfahren hat man sich für das am besten geeignete Modell entschieden, das dann auch beschafft worden ist.

Diese Einbindung der künftigen Nutzer in das Instrument, das ist in meinen Augen ein Erfolgsmodell. Natürlich gibt es im Zusammenhang mit der Uniform hin und wieder mal Beschwerden über das ein oder andere, aber dafür gibt es eine Beschwerdestelle, an die man sich als Betroffener wendet und dann hoffe ich, dass geholfen wird. Ich bin mit meiner Uniform hochgradig zufrieden. Sommers wie winters ist sie angenehm zu tragen, die Jacke ist leichter, das neue Material gut bei Regen, Wind und Wetter.

Wenn die Kolleginnen und Kollegen im Sommer bei hohen Temperaturen mit ihrer Ausstattung in voller Montur arbeiten, ist das zu ihrem Schutz. Wenn die Kollegen aus den Fahrzeugen aussteigen, und ich sehe, dass sie zu 95 Prozent die Schutzweste tragen, das ist toll. Das tut uns gut. Und Gott sei Dank haben wir seit mehreren Jahren keine allzu schlimmen Verletzungen oder getötete Kollegen gehabt.

Was ist im Vergleich zu Ihrer Ausbildungszeit heute besser?

Ich bin ein Fan der digitalen Welt. Ich bin überzeugt, dass die Ausstattung der Kolleginnen und Kollegen mit den Smartphones unsere Arbeit in den nächsten Jahren noch revolutionieren wird.

Konkret gibt es über das Smartphone zum Beispiel eine sogenannte Personenfahndungs-App. Wenn die Kollegen eine Person überprüfen, musste man das Ganze früher über Funk absetzen, da gab es dann möglicherweise die Frage: sind alle Buchstaben angekommen, sind alle Zahlen richtig angekommen? Jetzt hat das Smartphone eine Kamerafunktion, die in der Lage ist, die maschinenlesbare Zeile zu erfassen. Die Daten werden in die App übernommen und dann wird eine Personenabfrage durchgeführt oder letztendlich eine Fahndung generiert. Man hat binnen kürzester Zeit das Ergebnis, es gibt keinen Übertragungs-, keinen Übermittlungsfehler. Das ist eine der wesentlichen Neuerungen, die auf uns zukommen.

Die Oberpfälzer Polizei kann eine sehr hohe Aufklärungsquote vorweisen. Woran liegt es, dass man hier so erfolgreich ist und was macht den Oberpfälzer Polizisten aus?

Das ist schwer zu sagen. Ich hoffe, dass der Oberpfälzer Polizist Freude an seiner Aufgabe hat, sich einbringt und gern mit anderen Kolleginnen und Kollegen zusammenarbeitet. So hab ich das bisher wahrgenommen. Genauso ist es in Augsburg. Warum die Unterschiede da sind, hängt mit der Bevölkerungsstruktur und mit geografischen Dingen zusammen.

Sehen Sie sich eher als Augsburger oder als Memminger?

Ich sehe mich als Augsburger. Meine Ausbildung habe ich bei der Polizei in Königsbrunn, das ist in der Nähe von Augsburg, begonnen. Dann bin ich da im Endeffekt einfach hängen geblieben. Im Moment warte ich außerdem darauf, das erste Mal Opa zu werden.

Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

Mit dem Wohnmobil in der ganzen Republik, in Südeuropa und bevorzugt in Nordeuropa. Im Winter fahren wir immer wieder ins Allgäu. Ich bin Langläufer und meine Heimat ist ja ursprünglich Memmingen.

Auch in der Freizeit sind viele Dinge Zeitmanagement. Man muss sich bestimmte Zeiteinheiten bewusst machen und bewusst verbringen. Meine Frau und ich überlegen uns genau, wie wir das Wochenende verbringen und welches Programm in Augsburg und Regensburg geboten ist. Das attraktivere wählen wir. Das ist schon fast eine Luxusfrage, funktioniert aber eigentlich ganz gut.

Herr Zink, wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen Ihnen und Ihrer Familie alles Gute und weiterhin viel Erfolg in Ihrem neuen Amt.

Das Polizeipräsidium Oberpfalz – Zahlen, Daten, Fakten
  • Leitung: Polizeipräsident Norbert Zink
  • Zuständigkeitsbereich: Regierungsbezirk Oberpfalz mit 9.691,03 Quadratkilometern Fläche und 1.104.407 Einwohnern
  • Straßennetz: 5.566 Kilometer Länge, davon 336 Kilometer Autobahnen und 719 Kilometer Bundesstraßen. Derzeit sind in der Oberpfalz rund 850.200 Fahrzeuge zugelassen
  • Personal: 2.203 Beamt/e/innen und 446 Beschäftigte
  • Aufgabenbereiche: Strafverfolgung (Repression) und Gefahrenabwehr (Prävention). Die Aufgaben sind im Polizeiaufgabengesetz geregelt.
  •  Fallzahlen 2018: 44.795 Gesamtstraftaten (ohne Aufenthaltsrecht); Aufklärungsquote 68,3% (höchste Quote der letzten 10 Jahre); 251 Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl (niedrigster Stand seit 2011)

Die Polizeibeamt/en/innen der Oberpfalz sind rund um die Uhr im Einsatz und sorgen mit großem Engagement dafür, dass die Bürger/innen in der Oberpfalz sicher leben können.

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