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Regensburg & Landkreis

Der Regensburger Kreistag zieht eine positive Halbzeitbilanz

Verstehen sich gut und zeigen das auch – Mitglieder des Regensburger Kreistags mit (v.li.) Maria Scharfenberg, Willi Hogger, Harald Stadler, Johann Jeserer, Dr. Erwin Schicker, Reiner Hummel, Landrätin Tanja Schweiger und Claudia Wiest

Harmonisches Miteinander

„Es ist unglaublich, was wir in nur drei Jahren auf den Weg gebracht haben. Wir haben harte Fakten angepackt, aber auch weiche Themen.“ Harmonisch und zufrieden zogen Landrätin Tanja Schweiger, ihre Stellvertreter sowie Koalitionäre im Regensburger Kreistag eine positive Bilanz nach der ersten Hälfte ihrer Legislaturperiode.

Von Mario Hahn

2014 haben sie ihre Ämter angenommen, am Dienstag zogen sie im Gasthof Krieger in Mariaort Halbzeitbilanz. „Wir haben in den drei Jahren zum Wohle des Landkreises sehr erfolgreich zusammengearbeitet“, eröffnete die Landrätin die Gesprächsrunde, bei der jeder Koalitionär zu Wort kam. Und jeder hatte dabei sein eigenes Steckenpferd.

Willi Hogger etwa begrüßte den „neuen, frischen Wind“, den Schweiger in das Landratsamt brachte. „Das Klima dort hat sich gewaltig zum Positiven verbessert. Das war zuvor ganz anders. Auch begeistert mich ihre Kompetenz und jugendlicher Elan“, so der stellvertretende Landrat und Ex-Laaberer-Bürgermeister.

Die zweite Vertretung der Landrätin, die Grünen-Politikerin Maria Scharfenberg, betonte indes, dass man auch viele Themen angegangen sei, die in der Öffentlichkeit „weniger Beachtung“ finden. Als Beispiel nannte sie das Biotonnen-Pilotprojekt in Donaustauf. „Über 300 Haushalte machen mit. Wir konnten dadurch bereits Tonnen von Bioabfällen erfassen. Dies zeigt: die Biotonne wird angenommen.“

Im Gegensatz zum Vorgänger-Kreistag – die Herrschaft der CSU dauerte übrigens 60 Jahre – betreibe man nicht nur „Ankündigungspolitik“, so Harald Stadler von den Freien Wählern. „Wir wollen auch etwas umsetzen!“ So habe die bunte Koalition in den letzten drei Jahren viel in den Bereich Bildung investiert (u.a. die Generalsanierungen des Gymnasiums Neutraubling und der Turnhalle in der Realschule Neutraubling sowie den Erweiterungsbau des Gymnasiums Lappersdorf). Stadler: „Wir haben ‚Nägel mit Köpfen’ gemacht.”

Nicht ganz so erfolgreich, aber genauso engagiert wurde das für die Region so wichtige Thema Verkehrsinfrastruktur von den Koalitionären angegangen. Als Beispiel diente hier die seit Ende 2012 planfestgestellte, also genehmigte Kreisstraße R30neu, die von der A93 bei Poign nach Köfering führen und so mehrere Ortsdurchfahrten entlassen soll. Ärgerlich nur, dass das Verwaltungsgericht Regensburg einer Klage von MdB Graf von und zu Lerchenfeld stattgegeben und eine Berufung gegen das Planfeststellungsverfahren eingelegt hatte. Schweiger: „Uns bleibt nichts übrig, als auf eine Antwort des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs zu warten. Dennoch waren wir nicht untätig; wir haben Grundstücke erworben, um die Kreisstraße R30neu dann auch realisieren zu können.“

SPD-Politiker Reiner Hummel hob die „sozialen Themen“ in den Fokus der Gesprächsrunde. So habe man sowohl den Flüchtlingszustrom „durch ehrenamtliche Helfer und durch unsere Entscheidung der dezentralen Unterbringung vorbildlich bewältigt“ als auch dafür gesorgt, dass mehr als ein Dutzend neuer Jugendsozialarbeiter an den Schulen tätig sind. Auch setzte sich der Kreistag für das Thema Inklusion ein, was Lob aus den höchsten Kreisen einbrachte.

Über die Sanierungen von Gebäuden des Landkreises referierte Dr. Erwin Schicker (Bündnis 90/Die Grünen): „Die sind wir ganz bewusst, etwa beim Gymnasium Neutraubling, energieeffizient angegangen.“ ÖDP-Dame Claudia Wiest hob u.a. die Modernisierung des ÖPNV als Verdienst der Koalition hervor, FDP-Kreisrat Johann Jeserer u.a. die Einführung der Ehrenamtskarte.

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