Deutsch lernen in der „Sprach-Kita“ Bund fördert Kindergärten in der Region Regensburg mit 525.000 Euro / Bundestagsabgeordneter Peter Aumer: „Das ist eine Investition in die Zukunft.“

Jedes fünfte Kita-Kind in Deutschland lernt nicht richtig die deutsche Sprache. Foto: Krakenimages.com / Adobe Stock

Regensburg – Jedes fünfte Kind wächst in einem Haushalt auf, in dem kaum Deutsch gesprochen wird – Tendenz steigend. Diesem Nichtbeachten der pädagogischen Sorgfaltspflicht setzt der Bund eine sprachliche Bildungsoffensive in Kindergärten entgegen. Für Fördermittel aus Berlin für die Region Regensburg kämpft MdB Peter Aumer.

Von Mario Hahn

Der Bundestagsabgeordnete Peter Aumer weiß die 525.000 Euro aus dem Förderprogramm „Sprach-Kitas“, mit denen der Bund die Sprachentwicklung in Kindergärten der Region fördert, richtig einzuschätzen: „Sprache ist der Schlüssel zur Welt. Durch sie erschließen wir uns die Welt, treten mit Menschen in Kontakt und eignen uns Wissen an. Sprachliche Kompetenz hat erheblichen Einfluss auf den Bildungsweg von Kindern. Darum ist dieses Geld eine Investition in die Zukunft.“

Bundestagsabgeordneter Peter Aumer
Foto: Berli Berlinski

Seit 2016 hat der Bund rund eine Milliarde Euro in das Förderprogramm „Sprach-Kitas“ investiert, rund 2,7 Mio. Euro gingen davon zur Stadt und zum Landkreis Regensburg. Fördermittel erhalten Kindertagesstätten, die von einem überdurchschnittlich hohen Anteil von Kindern mit besonderem sprachlichem Förderbedarf besucht werden. Neben der Förderung der sprachlichen Bildung legt das Förderprogramm auch Wert auf inklusive Pädagogik und die enge Zusammenarbeit mit den Familien.

Die Sprach-Kitas erhalten im Bundesprogramm gleich doppelte Unterstützung: Die Kita-Teams werden durch zusätzliche Fachkräfte mit Expertise im Bereich sprachliche Bildung verstärkt, die direkt in der Kita tätig sind. Diese beraten, begleiten und unterstützen die Kita-Teams bei der Weiterentwicklung der alltagsintegrierten sprachlichen Bildung. Zusätzlich finanziert das Programm eine zusätzliche Fachberatung, die kontinuierlich und prozessbegleitend die Qualitätsentwicklung in den Sprach-Kitas unterstützt.

 

Mehr Chancengleichheit durch „Sprach-Kitas“

■ Alle Kinder sollen von Anfang an von guten Bildungsangeboten profitieren. Aus diesem Grund startete 2016 das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“.

■ Studien haben gezeigt, dass sprachliche Kompetenzen einen erheblichen Einfluss auf den weiteren Bildungsweg und den Einstieg ins Erwerbsleben haben. Dies gilt besonders für Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien und Familien mit Migrationshintergrund.

■ Jedes fünfte Kita-Kind spricht zu Hause eine andere Sprache als Deutsch. Das berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf einen Bericht des Bundesfamilienministeriums nach einer Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Demnach gab es unter den 3,2 Millionen Kita-Kindern zuletzt etwa 675.000, in deren Familien Deutsch nicht vorrangig gesprochen wird. Das entspreche einem Anteil von 21,4 Prozent. Die Zahl sei in den vergangenen Jahren weiter gestiegen, im Jahr 2017 habe der Anteil noch bei 18,7 Prozent gelegen und 2018 seien es 19,4 Prozent gewesen.

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