Deutscher Nachbarschaftspreis: Landessieger aus Regensburg Transition Regensburg e.V. ausgezeichnet

Aktualisiert vor 2 Jahren von Claudia Böhm

Regensburg – 870 Bewerbungen bundesweit, über 100 Nominierte und 16 Landessieger, die sich über ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro freuen können: Der Deutsche Nachbarschaftspreis 2019 ist eine Auszeichnung für Projekte mit Vorbildcharakter. Landessieger in Bayern ist Transition e. V., die sich mit ihren lokalen Initiativen „mit Kopf, Herz und Hand“ für eine überlebensfähige, umwelt- und menschenfreundliche Stadt Regensburg einsetzt.

Von Claudia Böhm

Urban Gardening, Nachbarschaftswerkstatt, Umsonstladen oder die „Grüne Oase“ in der Obermünsterstraße: Transition Regensburg e. V. steht hinter vielen spannenden und nachhaltigen Projekten, die es in der Domstadt gibt. Seit ihrer Gründung 2012 gestaltet die Bürgerinitiative den Wandel aktiv mit. Ihr Ziel: Die Stadt soll grüner, nachhaltiger und inklusiver werden und das vor allem nachbarschaftlich.

Umsonstladen “TeilBar”: Man muss man nichts bringen, um etwas mitnehmen zu dürfen
Alles umsonst in der TeilBar

In der „Transition Base“ in der Keplerstraße 6 erläutert Michelle Platt, eine von fünf ehrenamtlichen Vorständen des Vereins, das Konzept des dort ansässigen Umsonstladens TeilBar. Montags und mittwochs von 16 bis 19 Uhr und samstags von 14 bis 17 Uhr kann jeder dort Dinge abgeben, die nicht mehr benötigt werden. Gleichzeitig kann jeder mitnehmen, was er braucht. Die Regensburger sind spendabel. Von Kleidern, Taschen und Kinderspielzeug bis hin zu Büchern und ausgemusterten Lautsprechern gibt es in der TeilBar alles, was man sich vorstellen kann – und zwar umsonst. „Wir sind immer dankbar für Menschen, die eine Patenschaft übernehmen, damit wir das Angebot aufrechterhalten können,“ erklärt Michelle Platt.

„Wie kann es sein, dass immer noch Autos über den Domplatz fahren?“

Martin Hoff, ebenfalls im Vorstand, wünscht sich mehr Unterstützung durch die Stadt. Nicht nur die finanzielle Förderung ihrer Projekte fehle, auch die Offenheit für neue Denkansätze ist seiner Meinung nach ausbaufähig. „Es bräuchte ein bisschen mehr Mumm in der Verwaltungsstruktur.“ Zusammen mit Projektmanagerin Julia Ottersbach diskutiert er über das Spannungsfeld zwischen Provinzstadt und Boomtown, in dem sich Regensburg bewegt. Insbesondere das Thema Mobilität beschäftigt die Ehrenamtlichen. „Wie kann es sein, dass immer noch Autos über den Domplatz fahren?“

Workshop für ressourcenschonende Mobilität in Regensburg

In diesem Zusammenhang veranstalten sie im November einen dreitägigen Workshop zu nachhaltiger und ressourcenschonender Mobilität. Wer eine konkrete Idee hat, erhält Unterstützung bei deren Umsetzung. Auch hier werden sicherlich wieder tolle Projekte entstehen, die die Stadt weiterbringen. Interessierte können sich noch >> anmelden.

Weitere Veranstaltungen von Transition gibt es >> hier.

Auch der Bundespreis ist in greifbarer Nähe

Am 24.10. wird Michelle Platt in Berlin aber erst noch den Nachbarschaftspreis entgegennehmen. Für den Bundespreis ist Transition e. V. noch im Rennen. Wir drücken die Daumen!

Mehr Informationen unter www.transition-regensburg.de und www.nachbarschaftspreis.de

In der Transition Base ist jeder willkommen

Claudia Böhm

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