Die Elektro-Scooter sind da! Verleihsystem jetzt auch in Regensburg

Regensburg – In Städten wie München gehören die Elektro-Tretroller schon zum gewohnten Straßenbild. Wem 500 Euro und mehr als Anschaffungskosten für ein eigenes Modell mit Straßenzulassung zu viel sind, kann es mit einem Leihfahrzeug probieren. Seit dieser Woche ist das auch in der Regensburger Innenstadt möglich. Die ersten Interessenten haben die schwarz-roten Flitzer schon ausprobiert.

Von Claudia Böhm

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Vergangenen Sommer stellten die E-Scooter noch eine absolute Rarität in den Gassen der Altstadt dar

Schon im Sommer haben wir von Blizz den allerersten E-Scooter-Test in Regensburg durchgeführt. Mit dem Ergebnis: Das Kopfsteinpflaster der historischen Altstadt ist nicht der bequemste Untergrund für die umweltschonenden und klimafreundlichen Fahrzeuge. Auch das sowieso nicht ganz reibungslose Miteinander von Fußgängern, Radfahrern und motorisiertem Verkehr trübte den Fahrspaß. Nach Angaben der Polizei kam es im letzten Jahr zu sechs Unfällen in der Oberpfalz, bei denen E-Scooter-Fahrer beteiligt waren. Glücklicherweise blieb es bei leichten Verletzungen.

Fahren kann mit den Kleinfahrzeugen jede/r, wobei das Mindestalter bei 14 Jahren liegt und Promille-Grenzen wie beim Autofahren gelten. Nach ein paar Minuten hat man auch als Anfänger den Dreh raus. Das bestätigen auch die ersten Interessenten, die am Neupfarrplatz ein paar Runden gedreht haben.

App für Miet-Scooter

Um eines der neuen Leihfahrzeuge nutzen zu können, die seit Sonntagabend in Regensburg zu finden sind, benötigt man ein Smartphone und die WAMO-App. Eine Karte in der App zeigt an, wo im Stadtgebiet gerade ein E-Scooter zur Verfügung steht. Laut Anbieter werden während der Fahrt die Kosten pro Minute berechnet, zusätzlich zu einem festen Start-Tarif. Sie können sich je nach Tageszeit und Tag ändern, die genauen Preise werden in der App angezeigt. Auch bezahlt wird über die App.

Nach der Fahrt muss der Miet-Scooter innerhalb einer ausgewiesenen Parkfläche abgestellt werden. „Falschparken“ soll so verhindert werden. Die abgestellten Roller werden täglich eingesammelt und ihre Akkus wieder aufgeladen – wie es sich für ein umweltschonendes Fahrzeug gehört, natürlich mit Öko-Strom.

Verkehrsregeln für E-Scooter-Fahrer
  • Mindestens 14 Jahre alt muss man sein, um mit dem E-Scooter auf die Straße zu dürfen.
  • Die Höchstgeschwindigkeit für zugelassene Modelle beträgt 20 km/h.
  • Ein Führerschein ist nicht notwendig, auch eine Helmpflicht besteht nicht.
  • E-Scooter sind versicherungspflichtig. Für ein Jahr Versicherungsschutz werden rund 30 Euro fällig. Plaketten zum Aufkleben gibt es beim Kfz-Versicherer. Wer ohne Kennzeichen auf öffentlichen Wegen oder Plätzen unterwegs ist, macht sich strafbar.
  • E-Scooter dürfen nur auf Radwegen fahren. Gibt es keinen Radweg, muss man auf die Straße ausweichen. Dies gilt in Ortschaften und außerhalb.

Übrigens: Anders als bei Fahrrädern und E-Bikes gelten für E-Scooter dieselben strengen Promille-Grenzen wie beim Autofahren.

Sicherheitstipps der Polizei
  • Helm tragen – ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, doch wird, wie auch beim Radfahren, dringend zu dieser Schutzmaßnahme geraten
  • Einzeln hintereinander fahren, damit andere Verkehrsteilnehmer nicht behindert werden
  • Radwege benutzen, wenn vorhanden. Gehwege sind nicht erlaubt
  • Keine weiteren Personen auf dem E-Scooter mitnehmen
  • Keinen Anhänger anbringen und auch selbst nicht an ein anderes Fahrzeug hängen
  • Freihändiges fahren unterlassen

Mehr Infos gibt es bei den örtlichen Dienststellen oder unter www.polizei.bayern.de.

Claudia Böhm

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