Ehepaar wird im eignen Haus überfallen Mit diesen Tipps kann man sich vor Einbrüchen schützen

Teilen Sie diesen Artikel

Lappersdorf – Es ist unvorstellbar, wie man sich fühlen muss, wenn man in seinem Haus überfallen wird. Mehr noch, sogar mit einem Messer bedroht und dann gefesselt zurückgelassen wird. Doch genau so passierte es einem Senioren-Ehepaar im Landkreis Regensburg.

Von Nadja Pohr

Zwei unbekannte Männer drangen in der Nacht zum Montag nach Mitternacht in das Einfamilienhaus ein. Sie bedrohten das Paar mit einem Messer und zwangen die Ehefrau zum Öffnen eines Tresors. Nachdem sie die Eheleute gefesselt hatten, flohen die beiden Täter mit Bargeld und Wertsachen in mittlerer fünfstelliger Höhe.

Nach etwa einer Dreiviertelstunde gelang es der Frau, sich zu befreien und mit Hilfe einer Nachbarin die Polizei zu verständigen. Die Täter waren zu dieser Zeit längst über alle Berge und selbst durch eine sofortige Großfahndung nicht aufzufinden.

Die Polizei geht davon aus, dass die beiden Männer, die als etwa 175 Zentimeter groß, mit gebrochenem Deutsch und Mund-Nasen-Bedeckung beschrieben wurden, das Tatobjekt im Vorfeld ausspähten. Das Ehepaar wurde zum Glück nicht körperlich verletzt. Das Misstrauen in den eigenen vier Wänden wird jedoch vermutlich bleiben.

Wie kann man sich also vor Überfallen schützen?

Christina Fetoshi betreibt mit ihrem Mann Arben die Sicherheitsfirma „AF Security“ in Neutraubling. Sie bieten verschiedene Sicherheitskonzepte an. „Im Falle der Absicherung eines Privathauses gilt es natürlich vorrangig, alle mechanischen Vorrichtungen wie Fenster, Türen, Tore, Zäune in einem einwandfreien Zustand zu erhalten“, erklärt die Expertin.

Dazu raten auch sowohl die Oberpfälzer Polizei als auch Ludwig Gradl von der kriminalpolizeilichen Fachberatung. „Hilfreich sind auch Anwesenheitssimulationen, wie Zeitschaltuhren für Lichter oder Geräte, die das Laufen des Fernsehers simulieren“, ergänzt Gradl.

Gerät man dennoch in solch einer Situation, gilt es Ruhe zu bewahren. „Grundsätzlich darf man sich in solchen Situationen selbst verteidigen. Man sollte aber niemals den Helden spielen“, warnt Florian Beck, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz. Bei bewaffneten Tätern wisse man nicht, wie weit sie gehen. „Gesundheit und Leben geht immer vor Geld und Wertgegenständen“, so Beck.

Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle Regensburg (Minoritenweg 1) bietet kostenlose Beratungstermine an, bei denen der Einbruchschutz individuell für jedes Haus geprüft und bei Bedarf ein Schutzkonzept erstellt wird. Mehr Infos dazu gibt es unter www.k-einbruch.de oder Tel.: 0941/506-2775

Polizei bittet um Hinweise von Zeugen

Wer in der Nacht von Sonntag, 4. Juli, auf Montag, 5. Juli, oder auch in den letzten Tagen Personen oder Fahrzeuge, die im Zusammenhang mit diesem Fall stehen könnten, im Bereich Lappersdorf bzw. der Hölderlinstraße bemerkt hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0941/ 506-2888 bei der Polizei zu melden.

Das kleine Einmaleins des Einbruchschutzes

■ Schließen Sie Ihre Tür immer ab.

■ Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terassentüren.

■ Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster.

■ Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen.

■ Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus.

■ Achten Sie auf Fremde im Haus oder auf dem Nachbarsgrundstück.

■ Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit.

Busfahrer will Streit schlichten und wird tödlich verletzt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.