Energie sparen: Check! Regensburg verzeichnet Fortschritt im Energie- und Klimaschutz

„Regensburg hat seine Hausaufgaben gemacht“, fasst Jürgen Huber zusammen, was ein 45-seitiger Monitoringbericht über das städtische Energie- und Klimaschutzmanagement dokumentiert. Trotz deutlicher Fortschritte ist er aber skeptisch, ob alle gesetzten Ziele erreicht werden können.

Huber und friedl mit bericht
Bürgermeister Jürgen Huber (li.) und Ludwig Friedl, Geschäftsführer der Energieagentur, sehen das Energie- und Klimaschutzmanagement der Stadt Regensburg „auf Plan“

Wo die Reise in der Energie- und Klimapolitik hingeht, steht im >> „Leitbild Energie und Klima“, das 2017 im Stadtrat beschlossen wurde. So soll etwa der (Pro-Kopf-)Ausstoß an CO2-Emissionen im Stadtgebiet bis zum Jahr 2050, in Anlehnung an die Bundesziele, um 95 Prozent (gegenüber 1990) reduziert werden. Wie Ludwig Friedl von der Energieagentur nun feststellte, greifen die Maßnahmen, die (bis Stand Ende 2018) im Stadtgebiet umgesetzt wurden. So verbrauchte im Schnitt jeder Einwohner sieben Prozent weniger Energie als noch 2012.

Neun Prozent weniger CO2

Gerade eine wirtschaftlich geprägte Stadt wie Regensburg, die gleichzeitig seit Jahren ein starkes Wachstum zu verzeichnen hat, muss die Treibhausgasentwicklung im Blick behalten. Direkt beeinflussen lassen sich die CO2-Emission und der Energieverbrauch der städtischen Liegenschaften (z. B. Schulen). So haben etwa energetische Sanierungen und der Bezug von Ökostrom, der vor allem aus Windrädern (Hof) und einer Biogasanlage (Kallmünz) kommt, zu einer positiven Entwicklung beigetragen. Um neun Prozent seien die Treibhausgasemissionen seit 2012 gesunken. Trotzdem wurden im Jahr 2018 noch stattliche 1.140 Mio. Tonnen Treibhausgase in die Luft geblasen, was einer Pro-Kopf-Emission von 8,4 Tonnen entspricht.

Mehr Windkraft und Co.

energie strom versorgung
Derzeit versorgt die Stadt sich zum Großteil noch mit Energie aus fossilen Quellen wie Erdgas. Der Anteil Erneuerbarer Energien, z. B. aus Windkraft, soll aber weiter erhöht werden.

Steigerungspotenzial gibt es noch beim Anteil Erneuerbarer Energien im Stadtgebiet. Dieser lag 2018 bei 6,9 Prozent, soll aber bis 2050 auf nahezu 100 Prozent ausgebaut werden. „So viele Biogasanlagen können wir gar nicht bauen“, gibt Huber, der sein Amt zum 1. Mai abgibt, zu bedenken. Er und Jakob Friedl sehen die Stadt aber auf einem guten Weg.

Mehr Infos unter www.regensburg-effizient.de.

 

Claudia Böhm

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