Enger Austausch mit der Schulgemeinschaft MdL Sylvia Stierstorfer erörtert aktuelle Situation an Grund-, Mittel- und Förderschulen mit Bayerischem Schulleiterverband

Aktualisiert vor 2 Monaten von Mario Hahn

Regensburg Land – „Jede Schulart hat ihre speziellen Anforderungen und Herausforderungen gerade in Corona-Zeiten. Deshalb ist es mir wichtig, mit allen Vertretern der Schulgemeinschaft in engem Austausch zu stehen“, so die Stimmkreisabgeordnete Sylvia Stierstorfer. Nach Wochen des Distanzunterrichts findet nun wieder Wechselunterricht für die Grundschulen und Abschlussklassen der weiterführenden Schulen statt. Wie es in dieser Situation speziell den Grund-, Mittel- und Förderschulen ergeht, hat die Abgeordnete bei einem gemeinsamen Online-Gespräch mit Cäcilia Mischko, Vorsitzende des Bayerischen Schulleiterverbandes, erörtert.

 

„An Grundschulen unterrichten wir die Jüngsten unserer Schüler. Die Schlagzahl für unsere engagierten Lehrkräfte wie Schulleitungen war schon vor Corona hoch, die Eigenverantwortung groß“, so Cäcilia Mischko. „Doch mit Corona sind viele Punkte dazugekommen, die gerade Grundschulen belasten. Die Digitalisierung ist in diesem Schulbereich noch nicht optimal, der digitale Unterricht für die Kleinsten schwierig. Ungeklärte Fragen zu den Lernplattformen und zum Datenschutz oder oft sehr kurzfristige, schwammige Anweisungen seitens des Kultusministeriums belasten die Arbeit der Lehrkräfte und Schulleitungen zusätzlich“, erläuterte Mischko. Hier müsse es mehr Unterstützung und Entlastung geben. Trotz der parallelen Herausforderung der Gewährleistung der Notbetreuung, freuen sich die Grundschulen auf den bevorstehenden Start des Wechselunterrichts bekräftigt Mischko: „Wenn wir die Kinder in der Schule haben, können wir ganz anders arbeiten.“

 

Sylvia Stiertorfer betonte im Austausch, dass der Freistaat bereits in den letzten Jahren, aber auch seit Beginn der Corona-Pandemie sehr viel für die Unterstützung der Grundschulen getan hat: „Sachaufwandsträger für die Grundschulen sind eigentlich die Kommunen. Aber der Freistaat unterstützt hier, wo es geht. So wurden beispielsweise für Digitalisierung über den „DigitalPakt Schule“ sehr große Fördersummen zur Verfügung gestellt. Diese Mittel hat man pandemiebedingt noch einmal aufgestockt. Auch durch die Einführung von IT-Administratoren sowie zusätzlichen Lehrer- und Verwaltungsstellen hat der Freistaat bereits wichtige Entlastungsschritte umgesetzt.“ Uns Stierstorfer ergänzte: „Klar ist, dass für unsere Jüngsten der Distanz- und Wechselunterricht sicherlich am Schwierigsten umzusetzen ist. Und das für alle Beteiligten ein sehr großer Kraftakt ist.“ Stierstorfer und Mischko waren sich einig, dass hinsichtlich der Kommunikation mit den Schulen und der konkreten Hilfestellung für die Umsetzung der Corona-Maßnahmen noch Verbesserungsbedarf besteht. Auch müsse für die künftige Ausrichtung und Stärkung der Lehrkräfte und Schulleitungen schon bei der Ausbildung angesetzt werden.

Mario Hahn

Ich bin Redakteur beim Blizz, Ihrer Wochenendzeitung für Regensburg und Umgebung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.