Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933 Regensburg lädt zur Gedenkveranstaltung im Live-Stream am 12. Mai 2021

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Regensburg – Am 12. Mai jährt sich die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten auf dem Neupfarrplatz. Die Gedenkveranstaltung findet heuer coronabedingt als Live-Stream statt.

Er beginnt am Mittwoch, 12. Mai 2021, um 18 Uhr auf www.regensburg.de/gedenkveranstaltung-buecherverbrennung beziehungsweise www.youtube.com/stadtregensburg und bleibt anschließend über diese Kanäle abrufbar. Die Stadt lädt herzlich dazu ein, an der Veranstaltung teilzunehmen.

Bücherverbrennung in Regensburg am 12. Mai 1933

„Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende Menschen.“ Heinrich Heines unheilvolle Prophezeiung – wenn auch in einem ganz anderen Kontext getätigt – sollte sich mehr als ein Jahrhundert später auf furchtbare Weise erfüllen. In 70 deutschen Städten loderten zwischen Frühjahr und Herbst 1933 die Scheiterhaufen mit Büchern, auch in Regensburg. Speziell die Bücherverbrennungen können geradezu als ein Symbol für den „Geist der Vernichtung“ dieses verbrecherischen Regimes gelten. In Regensburg fand die Bücherverbrennung am Freitag, 12. Mai 1933, auf dem Neupfarrplatz – also mitten in der Altstadt – statt.

Der Neupfarrplatz zählt nicht zu jenen im Laufe der bald 2.000-jährigen Geschichte der Altstadt gleichsam „gewachsenen“ Plätze, sondern war erst 1519 durch einen gewaltsamen Eingriff in die Bausubstanz der Stadt bei einem Pogrom entstanden. Das dort gelegene jüdische Viertel – bis zu diesem Jahr Heimat einer der ältesten und bedeutendsten jüdischen Gemeinden Süddeutschlands – wurde zerstört. Es ist bezeichnend, dass am gleichen Ort ein halbes Jahrhundert später die Bücherverbrennung, der Auftakt der unbegreiflichen Verbrechen der Nationalsozialen, stattfand.

Mehr Infos unter www.stadt-regensburg.de

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